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Interview mit Kilian Hallweger | Red Bull X-ALPS Team GER 2

Die Red Bull X-Alps 2019 sind nunmehr Geschichte. Die Athleten haben sich körperlich weitestgehend von den Strapazen des Rennens erholt. Es kehrt wieder Alltag im Fliegerleben ein – sowohl bei den Athleten als auch bei den tausenden von begeisterten Hobbypiloten bzw. all den sonstigen Zuschauern, die entweder live an den einzelnen Turnpoints oder via Lifetracking im Internet dieses grandiose Spektakel verfolgen konnten.

Die Bilder vor dem geistigen Auge und die damit verbundenen emotionalen Eindrücke hingegen dürften bei den meisten Athleten noch eine ganze Weile nachwirken. Der ideale Zeitpunkt also für mich, „Backstage“ zu gehen und einmal hinter die Kulissen dieses Adventure-Race zu blicken. Denn wenn die X-Alps eines mit Sicherheit nicht sind, dann eine Veranstaltung für Egomanen und Einzelkämpfer. Ohne professionelles Team geht es auf dem heutigen Level nicht mehr. Weder bei der Vorbereitung, noch während des eigentlich Rennens. Vor allem dann nicht, wenn man als Athlet auf eine der vorderen Platzierungen schielt. Ja, und wie das bei solchen sportlichen Megaevents so ist: Abenteuer und Heldentaten spielen sich oft gerade auch abseits des öffentlichen bzw. medialen Hauptfocus‘ ab.

In diesem Kontext konnte ich mit Kilian Hallweger sprechen. Kilian, selbst Gleitschirm-Abenteurer und begnadeter Pilot, gehörte bei den Red Bull X-Alps zum Team GER 2 und war teamintern als Supporter des deutschen Teilnehmers Markus Anders tätig.

Hautnahe Einblicke in die Red Bull X-Alps 2019 – viel Spaß beim Lesen! Eine Auswahl an Fotos findet ihr am Ende des Interviews.

liftuup: Hallo Kilian. Schön, dass du dir für mich und meine Blog-Leser Zeit nimmst für ein kurzes  Interview. Die wichtigste Frage vorneweg: wie
geht es dir und deinem Team-Buddy Markus. Habt ihr euch vollständig von den Strapazen des Rennes erholt?

Kilian: Uns geht es beiden wieder gut, danke der Nachfrage. Wir haben uns nach den körperlichen Strapazen der X-Alps wieder sehr gut erholt. Markus hat sich ja mittlerweile schon wieder ins nächste Abenteuer gestürzt. Er ist für einen Biwak-Trip in den Himalaya gereist. Ich selbst lasse es derzeit ein bisschen chilliger angehen. Ursprünglich wollte ich auch noch verreisen, aber du weißt ja, Zeit und Geld (lacht). Außerdem hatte ich das Gefühl, nach den X-Alps eine kleine Pause zu brauchen. Irgendwie ist es in letzter Zeit dann doch etwas zu viel „Gleitschirm“ gewesen – selber viel fliegen, dazu das ganze Planen und Organisieren vor und während der X-Alps. Ich hatte mir jetzt einfach mal einen Monat Pause von der Gleitschirmfliegerei gegönnt. Das tat gut!

 

liftuup: Erzähle uns doch mal zunächst etwas über dich und deine fliegerische Laufbahn. Wie und wann kamst du zum Gleitschirmfliegen?

Kilian: Ich wohne ziemlich nahe an den Alpen und habe daher oft die umherfliegenden Gleitschirmflieger beobachtet. Das hat mich immer fasziniert und ich hatte irgendwann den Wunsch, das Ganze mal selbst auszuprobieren. Meine damalige Freundin hat mir dann einen Schnupperkurs geschenkt und als ich dabei dann auch mal abheben konnte, war es um mich geschehen.  Von da an hat sich fortan mein ganzes Leben nur noch um die Gleitschirmfliegerei gedreht. Die Pilotenausbildung habe ich letztendlich 2014/2015 absolviert.

 

liftuup: Wie sieht deine Fliegerei heutzutage aus? Was sind deine bevorzugten „Spielarten“ beim Gleitschirmfliegen? Wieviel Airtime verbuchst du so durchschnittlich pro Jahr?

Kilian: Meine Fliegerei schaut heutzutage so aus, dass ich relativ viel am Streckenfliegen bin – das heißt, ich bin eigentlich an jedem guten Tag unterwegs. Egal ob Nord- oder Südalpen – sobald sich ein Hammertag abzeichnet, stehe ich am Start. Zum Üben bzw. Spielen bevorzuge ich ehrlich gesagt kleine Soaringkanten. Da kann man, wenn der Wind laminar ansteht, schön nahe am Gelände fliegen. Dabei lernt man super viel. Insgesamt komme ich in etwa auf 250-300 Stunden Airtime pro Jahr.

 

liftuup: Betreibst du neben dem Gleitschirmfliegen noch weitere Sportarten?

Kilian: Ja, ich betreibe auch noch andere Sportarten. Am meisten mache ich aber doch Hike and Fly. Wenn ich am Berg bin, habe ich normalerweise auch immer einen Gleitschirm dabei. Wenn es nicht zum Fliegen geht, dann gehe ich normalerweise auch nicht rauf auf den Berg – das ist so das Manko (lacht). Neben dem Gleitschirmfliegen spiele ich zurzeit auch noch Golf. Ich habe schon in früheren Jahren Golf gespielt und habe nun nach längerer Pause wieder damit angefangen. Das macht mir momentan so richtig bock.

 

liftuup: Bleibt da überhaupt noch Zeit für Studium oder Beruf? Also mein Tag hat nur 24 Stunden 😉

Kilian: Zeit für Studium oder Beruf bleibt nicht wirklich – gerade im Jahr der X-Alps würde sich das zeitlich nicht ausgehen. Bei den diesjährigen X-Alps sind wir ab Januar in die Vorbereitungsphase gestartet. Da waren wir, vor allem aber natürlich der Markus, so stark gefordert und eingespannt, das eigentlich für nichts anderes Zeit blieb. Ansonsten ist es bei Markus und mir so, dass wir beide auf 20-Stunden-Basis arbeiten und das restliche Auskommen mit Tandemfliegen oder sonstigen Aufträgen bestreiten. Das funktioniert eigentlich ganz gut.

 

liftuup: Kommen wir nun konkret auf die Red Bull X-Alps zu sprechen. Zunächst ganz grundlegend: Wie wird man denn eigentlich zum X-Alps-Teilnehmer? Wie läuft das mit der Bewerbung als Athlet? Nach welchen Kriterien wird dann entschieden?

Kilian: Man sollte vor einer Bewerbung zum X-Alps Athleten schon an einigen Rennen, v. a. an Hike & Fly Rennen, teilgenommen haben. Da gibt es z. B. die Bordairrace-Serie, das Dolomiti Superfly, die X-Pyrs und viele weitere. Bezüglich der eigentlichen Bewerbung läuft das dann so ab, dass man seine gesammelten Erfolge und seine persönlichen Statistiken etc. an Red Bull sendet und sich somit bewirbt. Was man bei Red Bull eben in der Gesamtschau sehen möchte, ist der Abenteuercharakter, der Abenteuergeist des Bewerbers.

 

liftuup: Sieht man sich auf den einschlägigen OLC Servern um, so wird eines schnell klar: Gute XC Piloten gibt es viele. Was zeichnet denn einen Piloten aus, der bei den X-Alps teilnehmen bzw. dann im Race auch erfolgreich sein will?

Kilian: Ja, gute XC Piloten gibt es wirklich viele. Ich meine, an einem guten Streckentag kann jeder weit fliegen; und wenn man in der Saison alle guten Streckentage mitnimmt, dann steht man am Ende recht weit oben im Ranking. Die X-Alps sind aber wirklich etwas komplett anderes. In diesem Rennen musst du auch bei schlechten Bedingungen das Maximale rausholen. Das ist die Schwierigkeit bei den X-Alps – du musst auch an eher schlechten bzw. suboptimalen Tagen in der Lage sein, weit zu fliegen. Das macht am Ende den entscheidenden Unterschied aus.

 

liftuup: Wie würdest du die folgenden Eigenschaften eines X-Alps Piloten nach Wichtigkeit beurteilen (Angabe in Prozent):

a. fliegerische Skills ||  b. körperliche Fitness  ||  c. mentale Stärke

Kilian: Schwierig zu sagen, ich würde in einem Ranking die mentale Stärke wohl am höchsten ansetzen. Die fliegerischen Skills auf Platz zwei und danach die körperliche Fitness. Also:

a: 35 || b: 25 % || c: 40 %

Nicht falsch verstehen, das Rennen ist schon richtig krass anstrengend und die körperliche Fitness ist nicht zu unterschätzen – aber das Meiste holt man dann doch mit der mentalen Stärke und dem fliegerischen Können heraus!

 

liftuup: Welche Bedeutung kommt deiner Meinung nach dem Team eines Athleten zu? Kann man die X-Apls als Teamwettkampf betrachten oder ist das Race doch eher eine Einzelleistung?

Kilian: Das Team eines jeden Athleten ist ausschlaggebend für die Gesamtleistung. Der Athlet sollte dabei so wenig wie möglich im Kopf haben, bzw. sich um nichts außen herum kümmern müssen. Er soll einfach nur losgehen, fliegen, essen, laufen, schlafen. Darin liegt die größte Bedeutung des Teams: dem Athleten komplett den Rücken frei zu halten. Ein gutes Team sorgt dafür, dass alles rund läuft, dass alles gut vorbereitet ist. Ist zum Beispiel abzusehen, dass der Athlet demnächst irgendwo landet, dann sollte dort schon jemand vom Team stehen, der ihn dann direkt mit Essen und Trinken versorgt, evtl. Wechselklamotten bereithält, etc. Das Team sollte im Idealfall immer zwei bis drei Schritte voraus sein. Das gestaltet sich in der Realität oftmals relativ schwierig. Eine erfolgreiche Teilnahme bei den X-Alps ist also definitiv keine reine Einzelleistung sondern das Ergebnis eines super funktionierenden Teams.

 

liftuup: Aus wie vielen Personen besteht so ein Team. Ist das offiziell reglementiert?

Kilian: Offiziell reglementiert ist die Größe eines Teams nicht. Das Team kann daher beliebig groß sein. Ich habe darüber mal mit Simon Oberauner gesprochen. Er hatte in der vorherigen X-Alps Ausgabe ein eher großes Team. Beim diesjährigen Rennen hat er es wieder verkleinert. Ich persönlich  sehe mehr Vorteile in einem kleinen Team. Unser Team GER 2 bestand insgesamt aus 5 Personen mit konkreter Aufgabenverteilung. Athlet/ Pilot, Supporter, Planungshelfer, Physio, Koch. Konkret waren das: Markus Anders, Thomas Schaible, Giovanni Gallizia, Nina Lehner und meine Wenigkeit.

 

liftuup: Wie wurdest du zum Supporter von Markus Anders? Wie fing das alles an?  

Kilian: Markus Supporter bin ich in erster Linie geworden, weil wir beide sehr gut miteinander befreundet sind. Wir haben uns 2015 oder 2016, das Jahr kann ich gar nicht mehr genau sagen, bei der DHV Newcomer Challenge Serie kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und sind viel miteinander geflogen. Das Ganze hat sich einfach super entwickelt. Für uns war dann eigentlich auch recht schnell klar, dass wir uns gegenseitig helfen, sofern einer von uns bei den X-Alps teilnehmen wird.

 

liftuup: Im Nachhinein betrachtet: War dir damals so richtig klar, was da im Gesamten auf dich zukommen wird?

Kilian: Nein, mir war im Voraus nicht ganz klar, was da wirklich alles auf mich zukommt. Die ganze Planung, die Organisation und auch das Rennen selbst – da wird man schon an seine Grenzen getrieben. Aber natürlich war das alles auch eine richtig geile Erfahrung und hat mega Spaß gemacht.

 

liftuup: Eine Frage, die mich ganz besonders interessiert: Wie bereitet man sich auf diese schier  unmenschliche Herausforderung vor? Hattest du einen fixen Trainingsplan? Und wenn ja, kannst du uns da mal einen kleinen Einblick geben?

Kilian: Ich bin öfters mal Markus Trainingsplan mitgegangen. Das Training enthielt viel Bouldern, Berggehen und Laufen. Aber als es dann wirklich ins Detail gegangen ist, habe ich mehr Zeit mit der Planung und Gesamtkoordination als mit dem Training verbracht.

 

liftuup: Gab es im Team GER 2 auch eine spezifische fliegerische Vorbereitung? Geländeerkundung? Befliegen und Testen möglicher Routen?

Kilian: Wir haben den Abschnitt in Frankreich abgefahren und teils auch abgeflogen. Das war so die Ecke um Chamonix und weiter bis Monaco runter. Die restlichen Streckenabschnitte kannten wir eigentlich schon ganz gut aus früheren Flügen.

 

liftuup: Die X-Alps 2019 waren meiner Wahrnehmung nach stärker als je zuvor von Sponsoring und Werbung geprägt. Klar, solch ein Event ist gerade für die Gleitschirmbranche, aber natürlich auch für die namhaften Outdoor-Ausrüster und den regionalen Tourismus, eine riesige Plattform, die ungeahnte Reichweite generieren kann. Wie war das im Team GER 02. Wer waren eure Sponsoren und wie sieht dann solch ein Sponsoring konkret aus? Geht es überhaupt noch ohne?

Kilian: Ohne Sponsoren geht es wirklich nicht. Es ist einfach eine Unmenge an Geld, die da zusammenkommt. Also im Großen und Ganzen sind das eine Vielzahl an Kleinbeträgen, die sich letztendlich zu einer beachtlichen Summe addieren. Darunter zum Beispiel Dinge wie diverse Schuhe, die Automiete, das ganze Benzin, etc. Da ist man dann um jedes Sponsoring froh. Unsere Hauptsponsoren waren AM-Computersysteme, Skywalk Paragliders, Flugschule Luftikus, Condition Steigenberger, Privatbrauerei Schnitzelbaumer und Summermobil (s. auch am Ende des Interviews).

 

liftuup: Kommen wir auf das eigentliche Event, das Rennen an sich, zu sprechen. Zunächst euer Fazit: seid ihr mit eurer Leistung und dem erreichten Ergebnis zufrieden?

Kilian: Wenn wir als Team ein Fazit ziehen, dann sehen wir darin unsere Gesamtleistung schon auf einem recht guten Niveau. Wir hätten das Ganze natürlich noch mehr ausreizen können und unsere Krafteinteilung war nicht ganz optimal. Auch sind uns einige Planungsfehler unterlaufen. Die diesjährigen X-Alps waren für uns eher ein Rennen zum Lernen. Bei der kommenden Ausgabe wollen wir dann mehr attackieren (lacht).

 

liftuup: Welche Taktik hattet ihr euch vor dem Race-Start zurechtgelegt? Was ging auf? Was hätte besser laufen können?

Kilian: Unsere Strategie sah zunächst einmal vor, dass wir uns eigentlich ziemlich auf uns selbst verlassen und dabei nicht allzu sehr auf die anderen schauen wollten. Um dies zu ermöglichen, hatten wir jeden einzelnen Routenabschnitt detailliert vorgeplant. Aber wie das bei diesem Event nach Rennstart eben so ist: Der Chrigel fliegt straight voraus und alle fliegen hinterher. Und schneller als man sich versieht, wirft man seinen eigenen Plan über den Haufen. Da denkt man dann schnell: Die anderen Piloten bzw. Teams wissen mehr als wir oder können es besser. Man lässt sich dabei schnell verleiten, den anderen zu folgen. Klappt das dann nicht, steht man auf einmal ohne Plan da und muss improvisieren. Daraus haben wir in den ersten beiden Renntagen viel gelernt. Im Anschluss haben wir uns wieder mehr auf unser eigenes Können und unseren ursprünglichen Plan besonnen.

 

liftuup: Was genau war deine Funktion im Race als Supporter? Wie sah dein tägliches Doing und dein Tagesablauf aus?

Kilian: Meine Funktion als Supporter war die Gesamtkoordination des Teams, die Planung und Strukturierung. Mein tägliches Doing sah so aus, dass ich gegen 04:00 – 04.30 Uhr aufgestanden bin und schon mal alles vorbereitet habe. So konnte Markus etwas länger schlafen. Es stand dann alles schon bereit, wenn Markus gegen 04:50 Uhr aufstand und er konnte gleich essen und sich anziehen. Wir haben die Morgenroutine gut im Team aufgeteilt: Essen und Kleidung richten, alle Sachen für den Tag packen. Tagsüber bin ich dann entweder selbst gefahren oder ich war Beifahrer. Als Beifahrer habe ich das Wettergeschehen und das Livetracking verfolgt und habe erforderlichenfalls unsere Taktik nachjustiert.

 

liftuup: Wieviel bist du selbst gehiked und geflogen?

Kilian: Selbst gehiked bin ich vielleicht so 20 Prozent von dem, was Markus absolviert hat. Das waren in etwa so 1000 – 1500 Höhenmeter pro Tag auf ca. 10 – 15 km Strecke. Selbst geflogen bin ich tastsächlich nur einmal. Das war in der Gegend um St.-Hilaire.

 

liftuup: Was war dein schönster Moment im Rennen?

Kilian: Mein schönster Moment im Rennen war der Abschnitt von der Zugspitze bis zum Kronplatz. Das war ein richtig geiler Tag für uns und wir konnten recht viel Strecke aufholen. Wir hatten den Tag im Voraus so geplant, dass Markus die gesamte Strecke fliegend zurücklegt. Wir hatten also beide Autos auf der der Nord-Alpenseite stehen lassen, weil wir davon ausgingen, dass es Markus sowieso wieder zurück schafft. Wegen einem aufziehenden Gewitter um den Kronplatz gestaltete sich das Ganze dann aber doch nicht so leicht. Letztendlich ist Markus am Hauptkamm eingelandet, stieg 500 Höhenmeter auf und Flog dann auf der Nordseite wieder runter. Der Plan ging am Ende also auf. Ein genialer Tag.

 

liftuup: Gab es für dich auch beängstigende Situationen? Hast du dich das eine oder andere mal in einem Grenzbereich bewegt? Wie ging das Team mit Risiko um?

Kilian: Ich selbst war keinem Risiko ausgesetzt. Ich machte mir da eher Sorgen um Markus. Er war ab einem gewissen Zeitpunkt des Rennens in so einem Tunnel und hat darin nicht mehr alles um sich herum so hundert prozentig genau realisiert. Da mussten wir dann ab und an mal die Bremse für Markus reinhauen.

 

liftuup: Welche Rolle spielen Glück bzw. Zufall in solch einem mehrtägigen, von den jeweiligen regionalen Wetterbedingungen bestimmten Rennen?

Kilian: Man spricht gerne von Glück und Zufall. Aber ich persönlich denke es ist weder Glück noch Zufall, dass am Ende immer der Chrigel gewinnt und als erster auf dem Floß landet – und das meistens auch noch mit so einem großen Vorsprung. Man kann schon mal Glück haben, zum Beispiel beim lokalen Wettergeschehen, was einen dann ein paar Plätze nach vorne katapultiert. Aber über die gesamte Race-Distanz macht Glück nicht wirklich viel aus.

 

liftuup: Hand auf’s Herz. Waren die X-Alps 2019 der Startschuss für deine eigene Bewerbung als Athlet bzw. als Hauptakteur bei den X-Alps 2021?

Kilian: Mir war klar, dass ich das Projekt X-Alps 2019 zusammen mit Markus mache und dass ich ihn bei seiner Teilnahme bestmöglich unterstütze. Ich konnte das diesjährige Rennen für mich auch dazu nutzen, die Eventlogistik, das eigentliche Renngeschehen und den Medienrummel drum herum kennenzulernen bzw. hautnah mitzuerleben. Ich konnte live erleben, wieviel Anstrengung und Stress eine eigene Teilnahme bedeutet, welchen Aufwand man dafür betreiben und wie viel Zeit man investieren muss, vor allem als Athlet. Es wäre eine riesige Herausforderung für mich und ich habe richtig bock darauf, irgendwann selbst dieses Abenteuer zu bestreiten. Wann das aber genau sein wird, kann ich noch nicht sagen.

 

liftuup: Von den X-Alps abgesehen – welche fliegerischen Pläne schmiedet Kilian Hallweger für die Zukunft? Ziele, Träume, Wünsche?

Kilian: Ich will wieder mehr sehen – das heißt, nicht auf Teufel komm raus Kilometer für die OLC-Wertung schrubben, sondern wieder mehr das leidenschaftliche, emotionale Fliegen in den Vordergrund stellen. Ich möchte diesen tollen Sport wieder mehr genießen, langsam machen, auf den Berg gehen, biwakieren, etc. Also insgesamt weniger kompetitiv unterwegs und sein und demnach nicht an jedem Hammertag an die bekannten Hot-Spots hetzen.

 

liftuup: Meine Leser und ich bedanken uns ganz herzlich bei dir für das informative Interview! Wir wünschen dir weiterhin zahlreiche fantastische Momente in der Luft und stets unfallfreie Flüge!









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Streckenfliegen mit ANLEITUNG

Möchtest du endlich so richtig mit dem Streckenfliegen loslegen, aber dir fällt es irgendwie schwer, dich von deinem sicheren Hausberg zu lösen? Gehörst du zu den Piloten, die schon Erfahrung im Thermikfliegen haben, regelmäßig an die Basis kurbeln und dann da oben irgendwie „Ladehemmung“ haben? Was mache ich mit meiner Höhe? Wo soll ich als nächstes hinfliegen?

In der Gruppe und mit Anleitung fliegt es sich wesentlich leichter und entspannter. Vielleicht wäre daher ein Streckenflugseminar genau das was du brauchst, um deinen ersten wichtigen Schritt zu deinem persönlichen XC Abenteuer zu machen.

Ich habe mich daher mal für dich bei den ZUGVÖGELN umgesehen – ein seit Jahren etablierter Anbieter für XC Seminare mit bestem Ruf. Die Zugvögel versprechen: Lifecoaching in der Luft…!

Viel Spaß bei dieser Folge!

Zum Angebot der Zugvögel:

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tested – UP KIBO 2

Allgemein

Als UP mit dem Launch des Kibos Anfang 2016 einen dritten Schirm in der En-B Range platzierte, runzelten viele Piloten die Stirn. Damit einhergehend wurde dann die generelle Frage aufgeworfen: macht es für die Hersteller überhaupt Sinn, zwischen den etablierten, im Pilotenjargon als low-B und high-B bezeichneten Schirmkategorien noch eine weitere Kategorie, eine weitere Zwischenstufe zu etablieren? Gibt es im heiß umkämpften B-Segment noch Platz für einen sog. „mid-B“ Schirm?

Ich denke heute, 2019, kann diese Frage definitiv mit „Ja“ beantwortet werden, was man unter anderem auch daran sieht, dass andere namhafte Hersteller der Szene das Konzept ebenfalls aufgreifen und ihre B-Schirmpalette bereits erweitert haben.

Das Gros der Piloten und damit die potentielle Käuferschaft tummelt sich nun mal in der B-Klasse: hier finden sich die Einsteiger, die sich nach ihrer Schulung und den ersten Thermikflügen an einem feinfühligeren Schirm weiterentwickeln wollen. Hier finden wir die XC Einsteiger, die beim eifrigen Kilometersammeln einen fehlerverzeihenden Begleiter benötigen. Hier finden wir die Rücksteiger aus höheren Schirmklassen, die keine Lust mehr auf nervöse Ritte unter heißen Kisten haben sondern die wieder den Genuss, das Naturerlebnis und die Leichtigkeit des Gleitschirmfliegens für sich entdecken. Und natürlich haben wir hier auch die Rekordjäger, welche die größtmögliche Performance von einem Schirm erwarten, um mit möglichst hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten das Maximum aus den guten Streckentagen herauszuholen, dabei aber nicht auf eine vernünftige passive Sicherheit verzichten wollen.

Den Kibo 2 positioniert UP zwischen dem Makalu 4 und dem Summti XC4 bzw. dem Kangri. Mit dem Vorgänger verbrachte ich etwas über 70 Stunden Airtime. Ich kann aufrichtig behaupten, dass das mit Sicherheit die sorglosesten Flugstunden meiner Fliegerkarriere waren 😉 Ich hatte in den über 70 Stunden keine einzige ernsthafte Kappenstörung. Relaxtes fliegen vom Feinsten, gerade auch in kochender Luft!

Umso mehr war ich nunmehr auf den Nachfolger, den Kibo 2, gespannt. Um ehrlich zu sein, war ich vor meinem Erstflug mit dem neuen Schirm dennoch etwas skeptisch: was könnte man denn am Ur-Kibo besser machen, das ein Modell-Update wirklich rechtfertigt?

In den nachfolgenden Zeilen beschreibe ich also unser sommerliches meet-up; wobei das hier nicht als klassischer Testbericht, sondern vielmehr als subjektive Eindrucksschilderung zu verstehen ist 😉 Zu berücksichtigen gilt auch: ich bin Teampilot bei UP. Die lässigen Jungs und Mädels von UP lassen mir natürlich komplett freie Hand beim Filmen und Schreiben. Aber ich bin eben ein aufrichtiger Fan von Frantas Schirmdesigns und liebe dieses besonders feine UP-Handling – von daher bin ich sicherlich nicht ganz neutral und unvoreingenommen!

Beginnen wir also von vorne: Mitte Juni bekam ich den Kibo 2 in der Größe S/M (75-95 kg) direkt aus dem UP Headquarter in Garmisch-Partenkirchen zugesendet. Geflogen bin ich den Schirm mit einem TOW zwischen 92 und 94 kg, also recht weit oben belastet.

Insgesamt konnte ich etwas über 16 Stunden Airtime am Kibo 2 verbringen.

Die meisten meiner Flüge fanden dabei in meiner Heimat, dem Nordschwarzwald, statt. Unterwegs war ich aber auch im schönen Grindelwald in der Schweiz. Mein fliegerisches Highlight in der Zeit war sicherlich das Aufsoaren an der Eigernordwand mit anschließender Überhöhung und Überflug des Eigers.

Auspacken / erster Eindruck

Wie fast immer, wenn ich einen neuen Schirm in die Hände bekomme, gehe ich damit zuerst zum Groundln auf die Wiese. Zum einen bekommt man hierbei bereits einen sehr guten Eindruck über das zu erwartende Starverhalten und die Steuercharakteristik des Schirms – vor allem aber liebe ich es einfach, mit der Kappe im Wind zu spielen 😉 Herausgekommen ist bei dem ersten Kennenlernen auf der Wiese dieses kurze unboxing Video.

Die Verarbeitung des Schirms ist UP typisch auf höchstem Niveau. Ich denke aber auch, dass sich hierbei zwischen den namhaften, etablierten Hersteller kaum noch große Unterschiede auftun.

Ganz besonders hat mir die neue Bremsgriffbefestigung gefallen. UP nennt das System „Snap-Lock.“ Dabei wird der Bremsgriff durch einen zylinderförmigen Magneten in eine Art U-förmige Halteschale gezogen und somit arretiert. Die Haltekraft des Magneten ist sehr angenehm. Bei der Startvorbereitung lässt sich so der Bremsgriff easy vom Tragegurt lösen. Man muss nicht daran reißen oder entnervt aus verschiedenen Winkeln daran ziehen, um ihn zu lösen. Ein leichter Zug in die einzig mögliche Zugrichtung reicht aus und man hält den Bremsgriff in der Hand. Ein unbeabsichtigtes Lösen und Herabfallen des Bremsgriffes bei der Startvorbereitung ist bei mir nie vorgekommen.

Nach der Landung führt man dann den Magneten am Bremsgriff einfach wieder in Richtung der Aufnahme am Tragegurt und das Ganze fügt sich wie von Geisteshand automatisch zusammen. Bravo UP. Das ist richtig nice! Gefällt mir viel besser als die bis dato verwendete Druckknopfbefestigung.

Starten

Starten ist ja so eine Sache. Eigentlich hat ein sauberes, sicheres Starten eher  etwas mit Fleiß, als mit dem Schirm zu tun. Ich kenn eigentlich kaum einen Piloten, der viel Groundhandling betreibt und trotzdem schlecht startet. Wer nicht trainiert, läuft bei anspruchsvollen Startbedingungen eher Gefahr, unkontrolliert und damit potentiell unfallgefährdet abzuheben, egal wie gutmütig der Schirm auch sein mag.

Wer mit dem Kibo 2 schlecht startet, der hat sich entweder bei den herrschenden Startbedingungen massiv verschätzt, oder aber trainiert die Abläufe nicht 😉

Trotz der für einen B-Schirm beachtlichen Streckung von 5,7 füllt sich der Kibo 2 zuverlässig, baut schnell Spannung auf und steigt dann homogen als ganzer Block nach oben. Vorwärts wie Rückwärts geht tadellos. Seitliches ausbrechen – Fehlanzeige. Die Kappe ist sehr spurstabil, lässt sich aber bei Bedarf dennoch feinfühlig mit Steuerleinen- und Hüfteinsatz in die gewünschte Ausrichtung dirigieren.

Auch die eigentliche Starvorbereitung gestalten sich als einfach: Der Tragegurt ist schmal aber schön steif, sodass ein „in-sich-um-sich-an-sich-irgendwie-verdrehen“ bei einem Mindestmaß an Sorgfalt eigentlich nicht passieren kann. Die Stammleinen sind voll ummantelt und farblich gekennzeichnet. Lediglich die Gallerieleinen zeigen sich nackt und tragen keinen Mantel. Knötchen oder sonstige unliebsame Wirr-Warr-Kobolde traten bei keinem meiner Starts auf.

Thermikfliegen

Wenn ich am Vorgänger, dem Kibo 1, einen Minuspunkt hätte benennen müssen, dann wäre das vielleicht die Lesbarkeit der Luftmassen gewesen. Der Kibo 1 hatte meinem Empfinden nach eine superstabile, gespannte und angenehm gedämpfte Kappe. Das war zwar in richtig harzigen Bedingungen absolut nervenschonend – bei schwächelnder Thermik fehlte aber das letzte Quäntchen Rückmeldung von Tragegurten und Steuerleinen, um stets im Bilde der Umgebungsluft und deren Bewegungsrichtung zu sein.

Der Kibo 2 hat quasi alle guten Manieren des Vorgängers geerbt und darüber hinaus dessen Schwäche abgelegt.

Auch der Kibo 2 ist rock solid: ehrlich, egal wie es bockt und an der Kappe zerrt, der Kibo 2 schein undeformierbar zu sein. Selbst der Außenflügel bedarf auch bei scharfkantigen Abwindrändern nur minimaler Stütze. Das ist gerade bei langen Flügen in durchwühlter Luft absolut entspannend und Balsam für das Nervenkostüm. Man kann sich voll und ganz auf die Umgebung, die Flugroute oder die anstehenden flugtaktischen Entscheidungen konzentrieren und den Schirm dabei so ziemlich ausblenden. So soll das beim Fliegen sein. Und wer keine Kilometer abspulen möchte, der kann sich ganz entspannt dem Sightseeing samt Naturgenuss widmen.

Trotz dieser unglaublichen Stabilität fühlt sich die Kappe weicher an als beim Vorgänger. Für mich hatte das den Vorteil, dass ich gerade in schwächelnden Bedingungen die Luft besser lesen und damit effektiver zentrieren und steigen konnte. Meine Flächenbelastung im oberen Bereich zeigte sich dabei in Bezug auf die Steigperformance nicht als nachteilig.

Der Bremsdruck ist etwas geringer geworden als beim Vorgänger. Ohne nennenswerten Kraftaufwand lässt sich der Kibo 2 spielerisch in alle Schräglagen bringen. Müde Arme oder Schultern bleiben so auch nach mehrstündigen Flügen mit langen Kurbelorgien aus. Das gefällt mir sehr, sehr gut. Insgesamt fühlt sich der Kibo 2 richtig agil und spritzig an. Es ist eine wahre Wonne, den Schirm in engen Aufwinden auf den Stabilo zu stellen und so direktiv in Richtung Basis zu zirkeln 🙂 Dabei behält die Kappe die einmal eingestellte Schräglage stoisch bei und zieht dann satt und laufruhig ihre Bahnen. Ich denke hier hebt sich der Flügel als mid-B Schirm deutlich von seinen low-B Brüdern ab. Gerade im low-B Bereich finde ich es oftmals ziemlich nervig, wenn man ständig einem gewissen Aufrichtmoment entgegenwirken und dabei immer wieder nachdrücken muss, um auf Kurs zu bleiben. Da spürt man dann doch die sportlicheren Gene des Kibo 2. In dieser Eigenschaft erinnert er eher an den Summit XC 4 als an den Makalu. Nice!

Beim Thermikeinflug stellt sich die Kappe kaum einmal auf. Falls es richtig nach oben ballert, einfach mal die Steuerleinen kurz freigeben und die Kappe fährt wunderbar neutral in den Aufwind ein. Apropos Pitch: wirkliches Vorschießen kennt der Kibo 2 nicht. Und falls er doch mal den Ansatz dazu zeigen sollte, reicht ein kurzer Steuerleineninput und die Kappe bleibt schön neutral über dem Piloten.

In freier Wildbahn hatte ich weder Front- noch Seitenklapper. Alle simulierten Kappenstörungen waren völlig harmlos.

XC

Ich selbst bin lediglich ein paar kleine Genuss-Sightseeing-Dreiecke im schweizerischen Grindelwald geflogen. Da war ich im Wechsel mit dem Summit XC 4 und dem Kibo 2 unterwegs. Im direkten Vergleich zum Summit XC 4 wurde mir dann abermals die geringe Arbeitslast vor Augen geführt, die der Kibo 2 seinem Piloten abverlangt. Auch nach einem 5 Stunden dauernden Flug bei ordentlich thermischen Bedingungen war ich tiefenentspannt und konnte die Bergwelt um mich herum in vollen Zügen genießen.

Der Beschleuniger lässt sich bei mittelhartem Druck fein einsetzten. Wer bis dato noch nicht viel mit dem Gaspedal gearbeitet hat, wird es am Kibo 2 intuitiv tun und dessen Einsatz dann zu schätzen lernen. Auch in durchwühlter Luft bleibt der Kibo im Gas super stabil.

Mit dem beschriebenen tollen Thermikhandling bei geringer Arbeitslast in Verbindung mit dem superstabilen Gleiten, bietet sich der Kibo 2 natürlich auch für weit größere Streckenabenteuer an. Ich denke ein guter XC Pilot kommt mit dem Schirm überall hin – und das Ganze völlig stressfrei. Teampilot Tim Schober demonstrierte das bereits im Mai 2019 mit einem herrlichen 145 km Panoramaflug vom Stubai aus über den Alpenhauptkamm. Tim, der selbst den Trango X-Race fliegt, schreibt als Kommentar zu dem Flug: „Ein genialer Flügel, der einen auch die bockigsten Bärte stressfrei auskurbeln lässt. Schön dynamisch, direktes Handling und ein überraschend gutes Gleiten. So muss das sein. Mehr Schirm braucht man wirklich nicht :D“

Ich denke damit hat es Tim gut auf den Punkt gebracht. Danke Tim 😉

Für wen?

In meinem Video bezeichne ich den Kibo 2 als die „Eierlegende Wollmilchsau.“ Zugegeben, der Begriff ist mittlerweile schon etwas abgedroschen, passt aber einfach perfekt für den Schirm.

Mit seinem moderaten Gewicht, den unkomplizierten Startvorbereitungen bzw. dem anfängertauglichen Startverhalten eignet sich der Kibo 2 sehr gut für genussvolle hike and fly Touren sowie für Reisen in alle Welt.

Hausbergpiloten finden in dem Schirm einen zuverlässigen Gesellen: nach einem stressigen Arbeitstag eben noch mal den Kopf frei fliegen und ein bisschen Natur tanken? Aber gerne!

Low-B Piloten, die sich behutsam in ihren Skills am Schirm weiterentwickeln, sich dabei an höhere Streckung samt satterer Kurvenenergie und mehr Gleit-Performance gewöhnen wollen, finden mit dem Kibo 2 einen langjährigen Partner – ein hohes Maß an passiver Sicherheit inklusive.

Das gilt natürlich auch für XC Einsteiger, die sich beim Herantasten an größere Strecken auf alles andere konzentrieren wollen als auf ihren Schirm.

Und letztendlich ist der Kibo 2 auch Rücksteigern aus höheren Klassen zu empfehlen. Kurbeln, sorglos Gasen, kurbeln, sorglos Gasen. Kilometer machen kann so einfach und stressfrei sein – und stets bleibt Zeit, die unfassbar schönen Landschaften zu genießen, über die uns unser Flügel trägt.

Wie immer gilt: fliegt euren künftigen Schirm ausgiebig Probe, vergleicht ein paar Modelle und macht euch letztendlich euer eigenes Bild! Denn es ist nur euer Gefühl, euer Empfinden, das letztendlich zählt. Ihr müsst euch wohl am Schirm fühlen. Ihr müsst stets mit einem breiten Grinsen am Landeplatz einschweben – das ist das einzige, auf das es wirklich ankommt  🙂

In diesem Sinn – ich wünsche euch allen unvergesslich schöne Flüge.

Cheers!

unboxing KIBO 2

Endlich halte ich den Nachfolger des erfolgreichen Mid-B Schirms „Kibo“ von UP Paragliders in den Händen – den „KIBO 2.“ Mit dem Vorgänger durfte ich in einem starken halben Jahr etwa 70 Stunden Airtime verbringen. Ein Allrounder durch und durch. Umso mehr bin ich nun auf den Nachfolger Kibo 2 gespannt. Aber der Reihe nach…

Neue Schirme sind einfach etwas tolles. Auspacken, das knisternde Tuch fühlen, sich mit der Haptik und den technischen Details vertraut machen und einfach mal ein bisschen auf der Wiese spielen, bevor es mit dem neuen Gerät an den Berg und in die Luft geht. So jedenfalls meine Herangehensweise 🙂

Mehr vom Kibo 2 folgt in Kürze. Also, am besten gleich ein Abo auf YouTube da lassen und die nächste Folge nicht verpassen 😉

So geht Gleitschirm-WETTKAMPF !!

Wettkampffliegen mit dem Gleitschirm? Wie geht denn das?

Wohingegen Thermik hungrige Rookies und ambitionierte Hausberghasen sich über kurz oder lang mit dem Thema Streckenfliegen und den einschlägig bekannten Onlinedatenbanken zur Flugeinreichung beschäftigen, so bleibt das Thema Wettkampffliegen meist ein weißer Fleck auf der (Wissens-)Landkarte. In unseren Köpfen spuken diesbezüglich oftmals lediglich diffuse Bilder aus YouTube oder den sozialen Netzwerken umher: hoch gestreckte Sicheln werden teils abenteuerlich in den Himmel geknebelt und alsbald kurbeln scheinbar in müheloser Harmonie hunderte Piloten in einem Pulk gen Basis.

Zugegeben: auch ich bin recht blank in meinem Wissen über diese so faszinierende Art der Tuchfliegerei. Aber – wer nicht fragt bleibt dumm. Und so traf ich mich zu einem Interview mit Jonas Böttcher – erfolgreicher Liga und PWC Pilot – um etwas Licht ins Dunkle zu bringen 😉

Viel Spaß bei dieser Folge!

Cheers 😊

XC für Einsteiger – 5 BASIC Tipps

Mit diesem Video möchte ich den Streckenflug-Newbies unter euch 5 BASIC Tipps mit auf den Weg geben. Hierbei geht es um grundlegende Gedanken zu Mindset, Material und Gebietsauswahl, die DICH dazu motivieren sollen, deinen Hausberg endlich zu verlassen und dich in deine ersten XC Abenteuer zu stürzen! Auf geht’s!

Wie bereits im Video angekündigt, habe ich euch hier mal in loser Reihenfolge einige Fluggebiete aufgeführt, die ich für den Einstieg ins XC Fliegen als sehr geeignet ansehe. Geheimtipps sind das natürlich längst nicht mehr 😉 Ihr werdet dort einfache verständliche Talwindsysteme sowie zahlreiche großzügige Außenlandemöglichkeiten vorfinden, falls es mal mit dem Thermik(-wieder)einstieg nicht mehr klappen sollte.

Die Links unter den jeweiligen Gebieten führen euch zum XC-Planner, das wohl bekannteste und am meisten genutzte Strecken-Planungstool. Hier könnt ihr euch einen ersten Überblick über den Geländeverlauf holen. Einfache Beispielstrecken zwischen 30 und 50 km habe ich euch mal über die Landschaft gelegt. Diese dienen natürlich nur als ganz grobe Orientierung und können beliebig verkürzt oder erweitert werden.

Erklärungen zu den jeweiligen Aufgabenarten „Freie Strecke“, „Flaches Dreieck“ sowie „FAI Dreieck“ findet ihr hier:

http://www.thermikwolke.de/das_streckenflugbuch/01/seite37.pdf

Mittelgebirge

Schwarzwald (SP: Gschasi)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=wkbeHkkrp%40feWp%7CYclW%7DpW&s=20.0&a=0

Vogesen (SP: Le Treh)

https://xcplanner.appspot.com/?l=xcontest&p=akocHcixi%40~%7CCu%7COybQznVleRz%7CDm_Dy%7DI&s=20.0&a=0

Alpen

Italien

Bassano (SP: Da Bepi)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=cytvGmsyfAqkJebV~eNrbm%40_dBsgV&s=20.0&a=0

Österreich

Pinzgau (SP: Schmittenhöhe/ Zell am See)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=qcz_HomvlAiFvux%40tmAimaAq%5DfzG&s=20.0&a=0

Greifenburg (SP: Emberger Alm)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=sen%7CGqigoAyxAtpb%40xMyqm%40xbJc%7CQsqFtw%5C&s=20.0&a=0

Slowenien

SP: Stol

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=_rlyGimfqA%7DaBhsPh_Fuzd%40ihBfjS&s=20.0&a=0

SP: Kobala

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=_xzxGgjbsAotExzLkrD~pBkqAfnFgdEvhs%40jtG_qf%40&s=20.0&a=0

SP: Lijak

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=cdpwGihwrAl%60GoaYahI%60pf%40l%7BA%7DhL&s=20.0&a=0

Schweiz

Fanas (SP Egli)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=gnz%7DGkxcz%40nyUwfm%40uqW~i~%40%60aBopO&s=20.0&a=0

Frankreich

Annecy (SP: Montmin/ Col de Forclaz)

https://xcplanner.appspot.com/?l=xcontest&p=aasvGk%60ce%40asAcqFajFx%7CG_~BpqGjiSdmCidD%7BvL&s=20.0&a=0

STRECKENFLIEGEN | NEUE Videoserie

XC für Anfänger – willkommen zu meiner neuen Videoserie. Gemeinsam gehen wir auf Strecke !!

Manche Piloten beschreiben es als das Reisen durch die Lüfte. Und so einige Freiflieger bezeichnen es gar als das letzte große Abenteuer unserer Zeit – STRECKENFLIEGEN!!

DU konntest bereits einige Erfahrung im Thermikfliegen sammeln? DU überhöhst mittlerweile regelmäßig deinen Hausberg? An der Basis schaust DU dann sehnsüchtig in die Ferne, spürst diesen Drang wegzufliegen, willst neue Gegenden und Landschaften erkunden?

Dann bist DU hier auf meinem Kanal genau richtig! LIFTUUP nimmt EUCH mit auf eine Reise in die Welt des Streckenfliegens. Vom Einstieg in die Königsdisziplin der Fliegerei bis hin zu Einblicken ins Wettkampfgeschehen – in den kommenden Monaten erwarten EUCH viele spannende Folgen zum Thema.

2018 – high (f)lights | 1 Jahr LIFTUUP

2018, ein Jahresrückblick! Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Vor fast genau einem Jahr feierte LIFTUUP mit dem ersten Video hier auf YouTube sein Online-Debut. 2018 war ein fantastisches Flugjahr – ich durfte viele unvergessliche Momente in der Luft erleben. Darüber hinaus konnte ich viel Reisen und traf dabei unterwegs auf tolle Menschen – was einmal mehr zeigt, dass unsere Leidenschaft, das Fliegen, verbindet. Ich bedanke mich auf diesem Wege bei euch allen für’s regelmäßige Zuschauen und für euer konstruktives Feedback. Besonderen Dank geht an die Menschen, die mich auf meinem Weg stets tatkräftig unterstützt haben. 2019 liegt voraus. Auch in diesem Jahr erwartet euch bei LIFTUUP spannender, abwechslungsreicher Content – seid und bleibt gespannt 🙂 Euch allen wünsche ich ein fantastisches Jahr 2019 mit tollen Flügen und Erlebnisses und stets happy landings. Servus!