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Posts by rue_webmaster

unboxing KIBO 2

Endlich halte ich den Nachfolger des erfolgreichen Mid-B Schirms „Kibo“ von UP Paragliders in den Händen – den „KIBO 2.“ Mit dem Vorgänger durfte ich in einem starken halben Jahr etwa 70 Stunden Airtime verbringen. Ein Allrounder durch und durch. Umso mehr bin ich nun auf den Nachfolger Kibo 2 gespannt. Aber der Reihe nach…

Neue Schirme sind einfach etwas tolles. Auspacken, das knisternde Tuch fühlen, sich mit der Haptik und den technischen Details vertraut machen und einfach mal ein bisschen auf der Wiese spielen, bevor es mit dem neuen Gerät an den Berg und in die Luft geht. So jedenfalls meine Herangehensweise 🙂

Mehr vom Kibo 2 folgt in Kürze. Also, am besten gleich ein Abo auf YouTube da lassen und die nächste Folge nicht verpassen 😉

So geht Gleitschirm-WETTKAMPF !!

Wettkampffliegen mit dem Gleitschirm? Wie geht denn das?

Wohingegen Thermik hungrige Rookies und ambitionierte Hausberghasen sich über kurz oder lang mit dem Thema Streckenfliegen und den einschlägig bekannten Onlinedatenbanken zur Flugeinreichung beschäftigen, so bleibt das Thema Wettkampffliegen meist ein weißer Fleck auf der (Wissens-)Landkarte. In unseren Köpfen spuken diesbezüglich oftmals lediglich diffuse Bilder aus YouTube oder den sozialen Netzwerken umher: hoch gestreckte Sicheln werden teils abenteuerlich in den Himmel geknebelt und alsbald kurbeln scheinbar in müheloser Harmonie hunderte Piloten in einem Pulk gen Basis.

Zugegeben: auch ich bin recht blank in meinem Wissen über diese so faszinierende Art der Tuchfliegerei. Aber – wer nicht fragt bleibt dumm. Und so traf ich mich zu einem Interview mit Jonas Böttcher – erfolgreicher Liga und PWC Pilot – um etwas Licht ins Dunkle zu bringen 😉

Viel Spaß bei dieser Folge!

Cheers 😊

XC für Einsteiger – 5 BASIC Tipps

Mit diesem Video möchte ich den Streckenflug-Newbies unter euch 5 BASIC Tipps mit auf den Weg geben. Hierbei geht es um grundlegende Gedanken zu Mindset, Material und Gebietsauswahl, die DICH dazu motivieren sollen, deinen Hausberg endlich zu verlassen und dich in deine ersten XC Abenteuer zu stürzen! Auf geht’s!

Wie bereits im Video angekündigt, habe ich euch hier mal in loser Reihenfolge einige Fluggebiete aufgeführt, die ich für den Einstieg ins XC Fliegen als sehr geeignet ansehe. Geheimtipps sind das natürlich längst nicht mehr 😉 Ihr werdet dort einfache verständliche Talwindsysteme sowie zahlreiche großzügige Außenlandemöglichkeiten vorfinden, falls es mal mit dem Thermik(-wieder)einstieg nicht mehr klappen sollte.

Die Links unter den jeweiligen Gebieten führen euch zum XC-Planner, das wohl bekannteste und am meisten genutzte Strecken-Planungstool. Hier könnt ihr euch einen ersten Überblick über den Geländeverlauf holen. Einfache Beispielstrecken zwischen 30 und 50 km habe ich euch mal über die Landschaft gelegt. Diese dienen natürlich nur als ganz grobe Orientierung und können beliebig verkürzt oder erweitert werden.

Erklärungen zu den jeweiligen Aufgabenarten „Freie Strecke“, „Flaches Dreieck“ sowie „FAI Dreieck“ findet ihr hier:

http://www.thermikwolke.de/das_streckenflugbuch/01/seite37.pdf

Mittelgebirge

Schwarzwald (SP: Gschasi)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=wkbeHkkrp%40feWp%7CYclW%7DpW&s=20.0&a=0

Vogesen (SP: Le Treh)

https://xcplanner.appspot.com/?l=xcontest&p=akocHcixi%40~%7CCu%7COybQznVleRz%7CDm_Dy%7DI&s=20.0&a=0

Alpen

Italien

Bassano (SP: Da Bepi)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=cytvGmsyfAqkJebV~eNrbm%40_dBsgV&s=20.0&a=0

Österreich

Pinzgau (SP: Schmittenhöhe/ Zell am See)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=qcz_HomvlAiFvux%40tmAimaAq%5DfzG&s=20.0&a=0

Greifenburg (SP: Emberger Alm)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=sen%7CGqigoAyxAtpb%40xMyqm%40xbJc%7CQsqFtw%5C&s=20.0&a=0

Slowenien

SP: Stol

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=_rlyGimfqA%7DaBhsPh_Fuzd%40ihBfjS&s=20.0&a=0

SP: Kobala

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=_xzxGgjbsAotExzLkrD~pBkqAfnFgdEvhs%40jtG_qf%40&s=20.0&a=0

SP: Lijak

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=cdpwGihwrAl%60GoaYahI%60pf%40l%7BA%7DhL&s=20.0&a=0

Schweiz

Fanas (SP Egli)

https://xcplanner.appspot.com/?l=leonardo&p=gnz%7DGkxcz%40nyUwfm%40uqW~i~%40%60aBopO&s=20.0&a=0

Frankreich

Annecy (SP: Montmin/ Col de Forclaz)

https://xcplanner.appspot.com/?l=xcontest&p=aasvGk%60ce%40asAcqFajFx%7CG_~BpqGjiSdmCidD%7BvL&s=20.0&a=0

STRECKENFLIEGEN | NEUE Videoserie

XC für Anfänger – willkommen zu meiner neuen Videoserie. Gemeinsam gehen wir auf Strecke !!

Manche Piloten beschreiben es als das Reisen durch die Lüfte. Und so einige Freiflieger bezeichnen es gar als das letzte große Abenteuer unserer Zeit – STRECKENFLIEGEN!!

DU konntest bereits einige Erfahrung im Thermikfliegen sammeln? DU überhöhst mittlerweile regelmäßig deinen Hausberg? An der Basis schaust DU dann sehnsüchtig in die Ferne, spürst diesen Drang wegzufliegen, willst neue Gegenden und Landschaften erkunden?

Dann bist DU hier auf meinem Kanal genau richtig! LIFTUUP nimmt EUCH mit auf eine Reise in die Welt des Streckenfliegens. Vom Einstieg in die Königsdisziplin der Fliegerei bis hin zu Einblicken ins Wettkampfgeschehen – in den kommenden Monaten erwarten EUCH viele spannende Folgen zum Thema.

2018 – high (f)lights | 1 Jahr LIFTUUP

2018, ein Jahresrückblick! Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Vor fast genau einem Jahr feierte LIFTUUP mit dem ersten Video hier auf YouTube sein Online-Debut. 2018 war ein fantastisches Flugjahr – ich durfte viele unvergessliche Momente in der Luft erleben. Darüber hinaus konnte ich viel Reisen und traf dabei unterwegs auf tolle Menschen – was einmal mehr zeigt, dass unsere Leidenschaft, das Fliegen, verbindet. Ich bedanke mich auf diesem Wege bei euch allen für’s regelmäßige Zuschauen und für euer konstruktives Feedback. Besonderen Dank geht an die Menschen, die mich auf meinem Weg stets tatkräftig unterstützt haben. 2019 liegt voraus. Auch in diesem Jahr erwartet euch bei LIFTUUP spannender, abwechslungsreicher Content – seid und bleibt gespannt 🙂 Euch allen wünsche ich ein fantastisches Jahr 2019 mit tollen Flügen und Erlebnisses und stets happy landings. Servus!

Ausprobiert: LITEPACK 2

Ich gebe es zu: manchmal muss ich über meine eigene Inkonsequenz schmunzeln – mit der ich allerdings nicht alleine bin, wenn ich mich so an den einschlägigen Gleitschirm-Hotspots unserer Breiten umsehe. Aber der Reihe nach…

Als Bergliebhaber und sportbegeisterter Mensch kommt mir der anhaltende hike & fly Trend natürlich voll entgegen. Selbstredend bin ich damit nicht alleine – zumindest in unseren mitteleuropäischen Gefilden sind bleischwere Gurtzeuge und 6+ kg Schirme längst zu Ladenhütern geworden bzw. werden im Sortiment der namhaften Hersteller gar nicht mehr geführt. Semileichte und ultraleichte Produkte dagegen gehören mittlerweile zu den Zugpferden der jeweiligen Produktlinien. Denn selbst der lauffaule Otto-Normal-Pilot möchte von der Bergstation aus keine 20 kg schwere Ausrüstung mehr zum Startplatz schleppen.

Was das Gewicht von Gleitschirm und Gurtzeug angeht, ist das Gros der Piloten meist konsequent. Da werden eifrig die Kilos zusammengerechnet und wenn das Endergebnis nicht zufriedenstellen ist, investiert man vielleicht noch in einen leichteren Helm oder ein rudimentäres Helmvario. So kann man dann regelmäßig Piloten beobachten, die mir ihrer neuen, gewichtsoptimierten Ausrüstung an den Startplatz pilgern. Und kaum am Startplatz angekommen, wird dann eben diese tolle Leichtausrüstung aus einem grobschlächtigen Standard-Rucksack herausgepellt. Ein Standard-Rucksack, wie er bei den meisten Gleitschirmen ab Werk zum Lieferumfang gehört. Das heißt in der Regel: um die 1,5 kg Gewicht, das Packmaß eines orientalischen Wandteppichs und das Ganze gepaart mit einem oft unterirdischen Tragekomfort. Damit aber nicht genug. Hinsichtlich des zur Verfügung stehenden Raumangebots der Rückenfächer der meisten Leicht(liege)gurtzeuge ist mit solch einem Trumm an Rucksack die Kapazitätsgrenze schnell erreicht – das Verstauen von Getränk und restlichen Utensilien wird dann oftmals zu einer kniffligen Partie Tetris.

Eigentlich schade um die so sorgfältig zusammengestellte, gewichtsoptimierte Ausrüstung, bietet doch der Gleitschirm-Zubehörmarkt mittlerweile auch im Bereich der Rucksäcke deutlich elegantere Lösungen. Lucian Haas hat sich auf seinem szenebekannten Gleitschirmblog „Lu-Glidz“ dieser Thematik bereits gewidmet und in diesem Rahmen einige Leichtrucksäcke unter die kritische Testlupe genommen. Den Link zu seinem ausführlichen Test findet ihr hier!

Ich selbst durfte im zurückliegenden Sommer und Herbst den Leichtrucksack „Litepack 2“ testen, der exklusiv von Thomas Sacher, besser bekannt als der „Paradealer“, vertrieben wird. Entwickelt wurde der Litepack 2 vom serbischen Leichtausrüstungspezialisten „Air Vuisa.“

Hier meine Eindrücke:

 Volumen/ Gewicht/ Packmaß:

Der Litepack 2 kommt in Einheitsgröße daher und weist dabei ein großzügiges Volumen von 120 Litern auf, jedoch kann der Rucksack auch auf 90 Liter komprimiert werden. Meine Küchenwaage bescheinigte dem Litepack 2 dabei ein erfreuliches Gewicht von nur 715 Gramm. Bedingt durch das großzügige Volumen finden im Rucksack auch semileichte Gleitschirmausrüstungen komfortabel ihren Platz. Ich selbst verstaute darin ohne Probleme ein Supair Delight 2 und einen UP Kibo (5 kg Schirm) samt Helm, Vario, Handschuhen, Jacke und Wechselshirt. Sofern man sorgfältig packt, muss selbst bei solch einer nur mäßig leichten Ausrüstung nicht unangenehm stark gequetscht werden. Das schont sowohl die Nerven als auch das Material. Fällt die Ausrüstung leichter bzw. im Packmaß kleiner aus, so kann der Rucksack mittels der seitlichen Kompressionsriemen recht passgenau komprimiert werden. Den Rucksack selbst kann man schön kompakt zusammenrollen bzw. falten. Der Zugewinn an Stauraum im Rückenfach des Gurtzeuges ist jedenfalls enorm, verglichen mit einem ausladenden Standard-Rucksack.

 Material/ Verarbeitung:

Der Litepack 2 ist aus leichtem, aber dennoch robustem Cordura light gefertigt. Reißverschlüsse und Nähe wirken hochwertig. Die Haptik ist sehr gut. Man traut dem Rucksack definitiv zu, auch im rauen Bergeinsatz ein langjähriger Begleiter zu sein.

 Tragekomfort:

Ich selbst bin einige zwei bis drei stündige Wanderungen mit dem Rucksack gegangen. Für meine Körpermaße bzw. Physiognomie (180 cm Größe, 75 kg Gewicht) empfand ich den Tragekomfort als sehr gut. Das Rückenteil ist recht weich, ausreichend gepolstert und die gute Belüftung beugt allzu großer Schweißbildung vor. Die Schultergurte weisen eine Breite von 9 cm auf und sind ebenfalls angenehm aufgepolstert. Der Hüftgurt ist zwischen 13 und 15 cm breit. Druckstellen bekam ich während meinen Touren nicht.

 Ausstattung/ Verstaumöglichkeiten:

Der Hüftgurt ist, aus Richtung des Trägers betrachtet, rechtsseitig mit einer Reißverschlusstasche versehen. Darin lässt sich allerlei Kleinkram wie Autoschlüssel, Müsliriegel, Ersatzakkus, etc. verstauen. Linksseitig ist der Hüftgurt mit einer elastischen Strech-Tasche versehen. Darin kann beispielsweise das Smartphone untergebracht werden, das auf diese Weise für den spontanen Schnappschuss schnell zur Hand ist. An den beiden Flanken des Rucksackes befinden sich elastische Netztaschen, welche recht großzügig ausfallen. Hier können alle weiteren Utensilien verstaut werden. Ein Gepäcknetz an der linken Seite des Rucksacks ermöglicht zudem die komfortable Aufnahme einer Jacke oder sonstiger großvolumiger Kleidungstücke. Auf eine Deckeltasche wurde verzichtet. Eine mittige Öffnung im oberen Bereich des Rückenteils ermöglicht das Ausleiten eines Trinkschlauchs, sodass auch getrunken werden kann, während der Rucksack getragen wird.

 Fazit:

Leicht ist super. Das gilt freilich nicht nur für die eigentliche Flugausrüstung sondern auch für den hierfür obligatorischen Rucksack (sofern kein Wendegurt verwendet wird). Wer bereits eine leichte oder semileichte Gleitschirmausrüstung besitzt und hierfür noch einen passenden Rucksack sucht, der sollte sich den Litepack 2 einmal genauer ansehen. Der Rucksack ist mit 715 Gramm schön leicht gehalten, jedoch nicht extrem minimalistisch gebaut. Mit seinem robusten Materialmix und der soliden Verarbeitung dürfte er damit auch dem harten Flieger- bzw. hike n’fly-Alltag standhalten. Er lässt sich schön klein zusammenfalten und damit platzsparend im Gurtzeug verstauen. Der Tragekomfort ist sehr gut. Mit 120 L Volumen könnte der Rucksack auch für Biwakabenteurer interessant sein, die während ihren Touren auch auf Iso, Zelt und Schlafsack nicht verzichten möchten. Das einzige, was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein weiteres Deckelfach. Taschen kann man schließlich nie genug haben. Aber das ist nun wirklich Kritteln auf hohem Niveau ;-).

Hier der Direktlink zum Produkt!

UP Mana – wir feiern LEICHT!!

Irgendwie ist das ein schleichender Prozess. Wir beginnen mit dem Gleitschirmfliegen und freuen uns über die Einfachheit dieser schönen Flugdisziplin und unseres neuen Hobbys. Es folgen die ersten Höhenflüge. Wir genießen das Gefühl, vogelgleich zu Fliegen, die Welt von oben zu betrachten und lassen uns dabei faszinieren von dem Stückchen bunten Stoff, das uns so lautlos durch die Lüfte trägt.
Im Laufe der Jahre bzw. der persönlichen Weiterentwicklung als Pilot wollen wir über kurz oder lang meist jedoch mehr. Mehr Höhe, mehr Weite, mehr Leistung. Oft folgt dann das große Aufrüsten. Neben einem leistungsstärkeren Schirm hält dann die Technik Einzug. Powerbanks werden verstaut und Smartphones auf den Cockpits angebracht, die uns mit flimmernd bunten Flugapplikationen den Weg zum nächsten Wendepunkt weisen. Omnipräsenter Leistungshype?

Wer die Gleitschirmszene in den letzten Jahren aufmerksam beobachtet, stellt unübersehbar fest, dass es neben all diesem technisierten Leistungsstreben auch eine starke Gegenbewegung gibt. Eine Bewegung zurück zur Einfachheit, zu den Ursprüngen unseres schönen Sports. Ein leichtes Gurtzeug, ein unkomplizierter Schirm und das ganze am besten mit möglichst wenig Gewicht auf der Waage bzw. auf dem Rücken. Hinzu kommt: sich sportlich in der Natur zu bewegen liegt weiterhin voll im Trend, was die Verkaufszahlen der Outdoorindustrie seit Jahren eindrucksvoll beweisen. Das spiegelt sich natürlich auch in der Gleitschirmbranche wieder. Leicht ist geil! Was gibt es schöneres, als nach vielen Stunden im Bürosessel die leichte Flugausrüstung zu schultern und sich einen Feierabendflug zu erwandern?

Mit dem Mana schlägt UP genau in diese Kerbe und trifft den Nerv der Zeit: Purismus! Schirm, Gurtzeug, Helm – warum Dinge verkomplizieren? Warum mehr mitnehmen, wenn das wenige für stundenlange Genussflüge völlig ausreicht?

So weit so gut. Aber wie fliegt sich denn nun das neue Leichtgewicht aus dem Hause UP? Wer meine Format „LIFTUUP“ bereits seit längerem verfolgt, der wird feststellen, dass ich mich nicht als Produkttester sehe. Professionelle Tester oder solche, die es glauben zu sein, gibt es im Netz bereits zur Genüge 😉 Ich versuche vielmehr, fliegerischen Lifestyle zu vermitteln und eine Party für das geilste Hobby der Welt zu feiern 😉 Daher will ich euch nun einfach in loser Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit meine persönlichen, subjektiven Eindrücke mit dem Mana schildern:

Ich durfte den neuen Leichtschirm von UP in knapp 15 Stunden Airtime noch vor seinem offiziellen Release ausgiebig testen. Geflogen bin ich den Schirm in der 23er Größe mit etwa 92 kg Abfluggewicht. Mit dieser Größe und Beladung ist der Mana mit LTF/EN B zugelassen.

Die erste Tuchfühlung mit dem Mana fand beim Grounhandling auf die Wiese statt. Ein sonniger Tag, vielleicht 10 km/h Grundwind mit Böen um die 15-20 km/h – perfekte Bedingungen für ein erstes Date. Ich sortiere die Leinen, von denen man erstaunlich wenig in den Händen hält. Sie sind farblich markiert und lediglich in der Galerie unummantelt. Einmal Schütteln und sie fallen sauber auseinander. Eine Tendenz zur Knötchenbildung habe ich nicht festgestellt. Die klassischen Tragegurte (optional können ultraleichte Tragegurte aus einem Dyneema/Liros-Mix geordert werden) kommen ohne jeglichen Schnickschnack aus und sind sehr übersichtlich. Solch eine Übersichtlichkeit und Einfachheit ist für mich bei einem Bergschirm sehr wichtig. Nach einem anstrengenden Aufstieg mit anschließend suboptimalen Startbedingungen sollten die Starvorbereitungen in Bezug auf das Material so simpel wie möglich sein, um hier nicht unnötig Konzentration und damit mentale Energie aufwenden zu müssen.
Das Aufziehen des Schirmes könnte einfacher nicht sein. Ich selbst hatte noch keinen einfacheren Starter in den Händen als den Mana. Es reicht ein leichter Zug auf die inneren A-Gurten und die gering gestreckte kompakte Kappe füllt sich zuverlässig. Die Steigphase beim Aufziehen findet in einer sehr angenehmen Geschwindigkeit statt und gibt ausreichend Zeit zur Sichtkontrolle. Ein ständiges Führen ist nicht notwendig. Im Zenit bremst die Kappe selbstständig ab. Überschießen? Fehlanzeige! Ich habe einige Male bewusst mit starkem Impuls aufgezogen – ein Überschießen war auch dann nicht festzustellen. Absolut anfängertauglich! Wer jetzt denkt, dass der Schirm eine lahme Gurke ist, die am Boden keinen Spaß macht, der liegt definitiv falsch. Die Kappe lässt sich spielerisch mit Bremsleinen- und Hüfteinsatz dirigieren. Stabiloparken, Kiten, Spins – wer am Boden gerne spielt, der kann sich mit dem Mana austoben!
Aber genug an Bodenhaftung! Ich will in die Luft.

Beim ersten Flug bläst es gleich ordentlich an meinem Hausberg. Ich hänge mich ein, raffe den Schirm zur Rose und begebe mich zum steilen Weststartplatz. Ich gebe einen kurzen Impuls auf die inneren A-Gurte. Wie bereits beim Groundhandling auf der Wiese, so steigt die Kappe auch hier am steilen Startplatz in einer angenehmen Geschwindigkeit. Ich laufe dem Schirm 1-2 Schritte entgegen, der Mana parkt sich im Zenit und wartet dort manierlich auf weitere Kommandos. Ich kann mich ausdrehen und bleibe so eine ganze Weile stehen, bis ich mich zum Abheben entscheide. Startplatzposer kommen hier voll auf ihre Kosten 😉 Die 23er Größe verträgt für mein Abfluggewicht bereits ordentlich Wind am Start. Wie spaßig muss es da erst mit den 18 Quadratmetern sein, wenn es am Startplatz oder beim Küstensoaren windmäßig so richtig ballert!
Endlich bin ich in der Luft. Auch wenn Franta, Chefdesinger von UP, dafür bekannt ist, dass er seinen Schirmen klassenunabhängig ein tolles Handling spendiert, so habe ich mir im Vorfeld ehrlich gesagt nur wenig vom eigentlichen Flugverhalten versprochen. Technische Daten wie ein A-Schirm – das kann ja nur semi-gut werden. Diese Vorurteile lösen sich jedoch bereits nach den ersten Flugminuten gänzlich in Luft auf. Mana fliegen ist wie Go-Kart fahren. Das Teil geht unglaublich spritzig ums Eck. Den ersten zarten Hausbart treffe ich frontal. Ich nehme viel Gewicht und nur wenig Bremse, was zum genussvoll leichtgängigen pilotieren völlig ausreicht. Mit diesem Flugstil lässt sich der Mana schön flach drehen. An thermisch mittelmäßigen Tagen hatte ich so jedenfalls keinerlei Probleme, mit den anderen Piloten mitzusteigen.

In rauer Luft arbeitet das leichte Tuch etwas über mir und gibt ab und an ein Rascheln von sich, was den Einsteiger anfänglich vielleicht etwas irritieren kann. Grund zur Sorge besteht aber nicht. Der Mana ist „rock solid.“ Das konnte ich auf allen meinen Flügen feststellen. Auf einem kleinen 40 km Streckenflug in Slowenien habe ich bewusst einige Leebärte gesucht und ausgedreht. Ich hatte weder einen Klapper noch sonst irgendeine Art von Entlastern. Und das ganze bei minimaler Arbeitslast für den Piloten. Man lässt den Schirm einfach fliegen und es baut sich schnell großes Vertrauen auf.

Wer beherzt in die Eisen greift, der kann auf Knopfdruck auch die spaßige Bandbreite des Schirms abrufen. Der Mana baut beim Wingovern schnell die nötige Energie auf und benötigt dabei nur wenig Stütze. Aus dem Wingover in eine asymmetrische Spirale überzugehen ist eine wahre Wonne. Sobald man jedoch den Energieinput herausnimmt, stabilisiert sich das System schnell wieder und kehrt selbstständig in den Normalflug zurück, sodass sich auch Anfänger ans dynamische Rumturnen herantasten können.
Allgemein betrachtet schätze ich die passiven Sicherheitsreserven des Schirms als enorm hoch ein. Wie bereits erwähnt: einen echten Klapper in Realbedingungen hatte ich nicht. Provozierte Front- und Seitenklapper, beschleunigt und unbeschleunigt, sind völlig unspektakulär.
Obwohl der Mana super direkt an der Bremse hängt und zum Kurvenflug nur mäßigen Bremseinsatz benötig, so ist der Steuerweg bis zum Strömungsabriss jedoch außerordentlich lang. Im normalen Arbeitsbereich, auch beim Kurbeln in starken engen Bärten, sollte ein ungewollter Abriss eigentlich nicht vorkommen. Beim Top- oder Außenladen auf engen Flächen ist der späte Stallpunkt natürlich ein großes Sicherheitsplus.

UP erweitert mit dem Mana ihre Produktpalette um eine richtige Mehrzweckwaffe. Die verschiedenen Schirmgrößen in Verbindung mit den sehr breiten zugelassen Gewichtsbereichen decken so ziemlich jeden gewünschten Einsatzzweck ab. Wähle ich eine der größeren Schirmgrößen, so habe ich einen fantastischen Allrounder, der mich beim Hausbergfliegen, bei ausgedehnten Hike & Fly Touren oder auf abenteuerlichen Gleitschirmreisen begleitet. Dabei kann ich mit dem Schirm stundenlang Thermik fliegen und völlig stressfrei und nervenschonend bei meinen XC Ausritten neue Gegenden und Landschaften erkunden.
Entscheide ich mich für einen „kleinen“ Mana, so kann ich mit geringstem Packmaß und Gewicht die anspruchsvollsten alpinen Steige unter die Bergstiefel nehmen und habe auch bei stärkeren Windbedingungen ein großes Startfenster.
Da bleibt eigentlich nur eins zu sagen: Ihr habe die Qual der Wahl 🙂

hike & fly VS Alltag — lass DICH motivieren !!

 

Im Alltag regelmäßig Sport treiben um sich fit zu halten? Klar, altbekannt. Aber daneben will man ja auch noch so oft wie möglich mit seinem Gleitschirm in die Luft. Wer im Beruf steht und/ oder familiäre Verpflichtungen hat, weiß: da wird das persönliche Zeitkonto schnell mal knapp. Also, warum nicht einfach beides verbinden? Hike and fly ist die ideale Kombination von Ausdauersport und DEINER Leidenschaft Gleitschirmfliegen! Wenn DU also nicht allzu weit weg von einem Flugberg wohnst, dann probiere es doch einfach mal raus: gehe morgens vor der Arbeit, in der Mittagspause oder nach Feierabend eine schöne hike and fly Tour. DU wirst sehen: so kommst DU viel in die Luft und hältst dich darüber hinaus körperlich fit. Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um damit anzufangen. Also leg los – JETZT!!

Equipment

Meine verwendete Ausrüstung in dem Video bestand aus dem Wendegurtzeug Woody Valley Wani, einer 1,4 kg Rettung von Supair und dem brandneuen super leichten Bergschirm von UP: der MANA. Meine hier geflogene 23er Größe beibt dabei knapp unter 3 kg. Das Packmaß ist genial klein. So bist du kompakt und fix am Berg unterwegs und wenn es thermisch wird, steigst du spielerisch zur Basis! Alle Infos zum Mana findest du unter:

https://www.up-paragliders.com/de/pro…

 

Fluggebiet

Das Wander- bzw. Fluggebiet in diesem Video ist der Merkur bei Baden-Baden im schönen Nordschwarzwald. Alle Infos zum Gebiet findest du auf:

https://www.schwarzwaldgeier.de