Loading

TESTED: JULBO Stream

Werbung / Transparenz

Die im Folgenden beschriebene Sonnenbrille wurde mir von Julbo für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Ich durfte die Sonnenbrille nach Abschluss der Testarbeiten unentgeltlich behalten. Weder für die Verfassung dieses Textes noch für die Darstellungen auf Instagram erhielt ich von Julbo eine finanzielle Zuwendung. Auch erfolgte seitens Julbo keinerlei Einflussnahme hinsichtlich der zur Brille veröffentlichten Inhalte.

 

Vorwort

Es ist offensichtlich: Die Augen sind wohl das zentrale Sinnesorgane von uns Menschen, ermöglichen sie uns doch erst den visuellen Zugang zu unserem wunderschönen, facettenreichen Planeten. Aus dieser zentralen Stellung im Reigen bzw. Zusammenspiel unserer Sinne lässt sich auch ohne tiefgreifende medizinische Kenntnisse das Erfordernis ableiten, unsere „Fenster zur Welt“ vor schädigenden Umwelteinflüssen wie zum Beispiel direkter Sonnen-/ UV-Einstrahlung zu schützen – sollte doch ein jeder von uns bestrebt sein, seine naturgegebene Sehleistung bis ins hohe Alter bestmöglich zu erhalten.

„Schau mir in die Augen, Kleines!“ Genau, Augen sind ja nicht nur Sinnesorgan, sondern auch unmittelbarer Dreh- und Angelpunkt zwischenmenschlicher Kommunikation. Und da unsere verbale und nonverbale Kommunikation stets von unserem Gesamterscheinungsbild begleitet wird, liegt das Folgehandeln auf der Hand: Eine coole Sonnenbrille muss her 😉

Eine Sonnenbrille fürs Gleitschirmfliegen – das Anforderungsprofil

Ich stellte eingangs fest: „Eine coole Sonnenbrille muss her.“ Man kann ja über das Streben nach einer gewissen „Coolness“ schmunzeln, aber mal ehrlich: Wir Outdoor- Enthusiasten, die wir für die unseren Sport, für unsere Passion Tag ein Tag aus brennen, wir wollen bei der Ausübung unserer Lieblingsbeschäftigung einfach auch gut aussehen. Eitelkeit? Nö, ich betrachte das als Lifestyle!

Coole Sonnenbrillen gibt es ja nun wirklich an jeder Ecke. Aber „Coolness“ bzw. die Optik ist natürlich nur die eine Seite der Medaille.

Allein aus gesundheits- und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten sollte nicht unbedingt zum 30 € Modell aus dem Discounter oder der nächstgelegenen Strandbar gegriffen werden. Warum?

Zum einen sollte die Brille aus geeigneten Materialien gefertigt und hochwertig verarbeitet sein. Wir Gleitschirmpiloten (aber auch Trailrunner, Biker, Bergsteiger, etc.) setzen unsere Sportbrillen erhöhten mechanischen Belastungen aus: Vibrationen, Erschütterungen, Stöße und, im Worst-Case-Szenario, auch mal ein Crash! Da ist es wichtig, dass die Brille robust und solide gefertigt und speziell für solche Belastungen ausgelegt wurde. Materialversagen an den Glaseinfassungen oder den Scharnieren der Brillenbügel wäre nur ärgerlich. Materialbrüche am Gestell mit scharfkantigen Bruchstellen als Folge stellen dagegen ein konkretes und nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko dar.

Aber auch den an der Brille zum Einsatz kommenden Gläser sollte Beachtung geschenkt werden – dies gilt insbesondere für uns Gleitschirmpiloten. Beim Fliegen haben wir es mit ständigen Veränderungen der Lichtverhältnisse zu tun. Mal brezelt uns die Sonne unbarmherzig ins Gesicht, wenig später fliegen wir unter großen Abschattungen. Haben wir komfortable Arbeitshöhe, können wir unsere Blicke direkt gen Himmel richten und die Wolken in ihren Entstehungszyklen beobachten. Dabei wollen wir natürlich nicht von der Sonne geblendet werden, gilt es doch, die Konturen unserer weißen Thermikanzeiger klar und deutlich betrachten und interpretieren zu können. Kommen wir dagegen tief und kämpfen gegen das Absaufen, so richten wir unseren Fokus eher gen Boden. Fliegen wir unter einer großen Abschattung, ist eine weitere Verdunkelung durch die Brillengläser kontraproduktiv, da wir gerade dann die Konturen des Reliefs genau scannen und lesen müssen. Also wäre es doch sinnvoll, unsere Sonnenbrille könnte quasi „intelligent“ auf das Umgebungslicht bzw. die Umgebungshelligkeit reagieren und sich blitzschnell entsprechend adaptieren.

Gleiches gilt natürlich auch in Bezug auf andere Sportarten und deren Anforderungen. Ich denke das zum Beispiel ans Mountainbiken oder Trailrunning. Biegen wir da von einer Sonne beschienenen Flächen auf einen kleinen, schattigen Trail ab, so ändern sich die Lichtverhältnisse im Handumdrehen – ungetrübte Konturenwahrnehmung ist in solchen Szenarien einfach immens wichtig für die Sicherheit des Sportlers.

Julbo – ein französischer Traditionshersteller

Julbo ist eine französische Traditionsmarke, deren Ursprünge bis ins Jahr 1888 zurückreichen. Ja, du hast richtig gelesen: 1888!

Nach den ersten Jahren begann Gründer Jules Baud Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Fertigung von Hochgebirgssonnenbrillen für emsige Kristallsucher aus Chamonix.

Tradition, Innovation und stetiges Streben nach Perfektion prägten die Firmenhistorie von Julbo – und das bis zum heutigen Tag. Reichlich Erfahrungsschatz ist also garantiert, wenn es bei Julbo darum geht, sich jedem Einsatzbereich individuell zu widmen und Sportsonnenbrillen im Geiste der heutigen Zeit für anspruchsvolle Athleten und Abenteurer zu entwerfen.

Wer mehr über den Traditionshersteller Julbo und dessen bewegte Firmengeschichte, einschließlich der historischen Meilensteine, erfahren möchte, der kann das hier nachlesen.

Heute entwickelt Julbo neben Sonnenbrillen auch Skibrillen und Skihelme.

Vorstellung der Julbo Stream

Welche Brille sollte es also werden? Als ich von der Julbo Marketingabteilung das „Go“ für unsere Zusammenarbeit bzw. diesen Testbericht erhalten hatte, besuchte ich ohne Umschweife die offizielle Julbo Website bzw. den deutschsprachigen Onlineshop. Dabei zeigte sich gleich: Der interessierte Kunde hat bei Julbo die Qual der Wahl – im positiven Sinne, denn bei Julbo strebt man keine Universallösungen an. Vielmehr hat man dort erkannt, dass die Anforderungen der jeweiligen Einsatzgebiete bzw. Sportarten hochindividuell sind und daher spezifisch bedient werden wollen. Bei der Auswahl und Entscheidungsfindung hilft der optisch ansprechend aufgebaute Onlineshop von Julbo rasch weiter. Hier kann man sich, übersichtlich nach Sportarten geordnet, sämtliche Kollektionen und Modelle anzeigen lassen.

Nach einiger Zeit der Recherche entschied ich mich letztendlich für das Modell „Stream“. Dieses Modell ist unter den Sportarten „Mountainbike“ und „Triathlon“ geführt, wird von Julbo jedoch als „vielseitige Sonnenbrille für alle Outdoor-Sportarten“ beworben. Neben der sportlich-ästhetischen Form des Gestells und der im Website-Text angepriesenen guten Belüftung, waren es vor allem die speziellen Brillenbügel der „Stream“, die am Ende ausschlaggebend für meine Auswahl waren. Diese sind nämlich 360° verstellbar – ein Feature, das mir gerade für den Einsatz beim Gleitschirmfliegen als überaus sinnvoll erschien, trägt man doch beim Fliegen über Stunden hinweg einen Helm.

Die vollständigen technischen Eigenschaften der JulboStream“ finden sich auf der Website – hier der Originaltext zitiert:

  • „Air Flow: In den Rahmen integrierte Belüftung zur Optimierung der Luftzirkulation zum Schutz vor Beschlagen.
  • Grip Nose: Weiches, stoßfestes und rutschsicheres Nasensteg-Insert.
  • Grip-Tech Bügel: Exklusives Soft-Material auf den Bügeln, das nicht an den Haaren haftet. Es gewährleistet absoluten Tragekomfort und einen sicheren Sitz.
  • Gut abdeckendes Wraparound-Profil: Gut abdeckendes Profil, das hohen Schutz und gute Sicht verbindet.
  • Um 360° verstellbare Bügel: Die Bügelenden können in alle Richtungen ausgerichtet werden. Die Brille kann bequem unter einem Helm, auf einer Mütze oder ohne Kopfbedeckung getragen werden und hat immer festen Halt.“

In meinen Ausführungen zur Praxiserprobung werde ich auf die einzelnen hier genannten Punkte genauer eingehen.

Die Brillengläser – Reactive Performance

Ist die finale Entscheidung für ein bestimmtes Modell getroffen, so darf sich der Kunde auf den nächsten Schritt freuen: Die Wahl der Brillengläser! Zur Auswahl stehen Gläser in verschiedenen Performance-Stufen.

Wie unter dem Punkt „Anforderungsprofil“ bereits dargestellt, war für mich die automatische Anpassung an die herrschenden Lichtverhältnisse bei der Auswahl der Brillengläser entscheidend. Darüber hinaus kommt, speziell für den Einsatz beim Gleitschirmliegen, ein weiteres wichtiges Kriterium hinzu: Eine Filterung, die eine gute Ablesbarkeit von Displays (Smartphone und Fluginstrumente) uneingeschränkt gewährleistet.

Passend zu diesen speziellen Anforderungen wurde mir vom Julbo Marketing-Team, passend zum Modell „Stream“, die „Reactive Performance Gläser 1-3“ empfohlen. Ich folgte dieser Empfehlung und so fiel meine Wahl dann eben auf genau diese. Julbo beschreibt die Reactive-Performance Gläser 1-3 auf ihrer Website mit den folgenden Worten:

„Selbsttönende Gläser (Kat. 1 bis 3 – Übertragungsrate des sichtbaren Lichts: 17% – 75%): Je nach Lichtstärke dunkeln sie sich ein oder hellen sich wieder auf und passen sich so den ganzen Tag lang an die jeweiligen Lichtverhältnisse und wechselndes Gelände an. Beschlagschutzbehandlung auf der Innenseite und ölabweisende Behandlung auf der Außenseite (verhindert Finger- bzw. Fettspuren, erleichtert das Reinigen und sorgt dafür, dass Wasser auf dem Glas abperlt). Ideal fürs Mountainbiken und Trailrunning.“

Hört sich geradezu perfekt an für den Einsatz beim Gleitschirmfliegen.

Also ab nach draußen! Schauen wir doch mal, wie sich die versprochene Performance der Gestell-Gläser-Kombination im harten Praxisalltag schlägt.

Get outside! Einsatz in der Praxis

Nicht, dass ich nicht daran glaube, dass ein renommierter Brillenspezialist wie Julbo sein Handwerk nicht beherrscht. Aber Marketing ist eben Marketing und Werbetexte und die damit einhergehenden, zumeist verheißungsvoll klingenden Werbeversprechen müssen sich letztendlich am harten Outdoor-Einsatz messen lassen. So auch in meinem Test:

Zwar bin ich mit Leib und Seele dem Gleitschirmfliegen verschrieben, jedoch bin ich auch durch und durch Sportler; und das ist gut so, zeigt doch das Wetter uns Tuchfliegern gerne mal die kalte Schulter und vermiest über Tage hinweg jegliche Flugambitionen. Fliegt es, gehe ich (nicht nur zu Corona-Zeiten) regelmäßig kleinere Hike & Fly Touren, kombiniere also das Wandern mit dem Fliegen. Zeigt sich das Wetter ungeeignet für fliegerische Unternehmungen, trainiere vorwiegend meine Ausdauer. Am liebsten durchstreife ich dann beim Trailrunning auf schmalen flowigen Pfaden den heimischen Schwarzwald oder genieße im Alltag die kleine große Freiheit und das Unterwegssein auf sportlich genussvollen Radtouren.

Mehr als genug Gelegenheiten also, die JulboStream“ mit den Reactive Performance Gläsern ausgiebig zu testen.

Das erste Auspacken (auf Neu-Deutsch „Unboxing“) der „Stream“ gefällt. Alles an der Brille wirkt sauber und hochwertig verarbeitet. Da wackelt nichts, alles wirkt wie aus einem Guss. Die Scharniere der Bügel weisen einen angenehmen Widerstand auf und versprechen bereits in der Hand ein hohes Maß an Stabilität.

Apropos Bügel: Diese sind angenehm beschichtet. Weich, dennoch griffig, aber niemals klebrig; auch dann nicht, wenn sie durch den Schweiß von Haut und Haaren angefeuchtet werden.

Weiterhin lassen sich die Bügel wirklich 360° verdrehen und verbiegen. Das kann man sich in etwa wie die Verformung einer stabilen Knetmasse vorstellen. Einmal in Form gebracht, verbleiben die Bügel exakt in dieser Position.

Bereits beim ersten Anprobieren habe ich das Gefühl, dass sich die Brille unglaublich gut ins Gesicht fügt, dabei sowohl Kopf als auch Schläfen angenehm umschließt. Der bezüglich meiner Kopfform zunächst nicht hundertprozentige Sitz lässt sich ganz einfach perfektionieren, indem man die Bügel durch deren Biegsamkeit so in Form bringt, dass sich die Brille wie eine Individualanfertigung anschmiegt. Klasse gelöst, Julbo!

Der nächste Tag. Ich schiele nach draußen und beobachte die Bäume, die gelassen aber folgsam im stark böigen Wind ächzen. An Fliegen ist nicht zu denken. Tja, Schönwetter ist eben nicht gleich Flugwetter. Na dann, Laufschuhe an und raus auf die Trails!

Entlang Wiesen und Obstbäumen geht es gen Berg. Die Sonne steht mir voll ins Gesicht, dennoch ist die Frühjahrsluft noch frostig kalt. Zunächst macht die JulboStream“ als Sonnenbrille erstmal das, was man von ihr ganz offensichtlich erwartet: Sie schützt meine Augen vor der Sonneneinstrahlung und hält die Helligkeit fern, sodass ich ohne Blinzeln oder Augen zusammenkneifen ganz entspannt dahinlaufen und die Natur genießen kann. Aufgrund der Umgebungskälte kondensiert meine Atemluft und streift im Takt der Schritte an meinem Sichtfeld vorbei. Die im Rahmen integrierten Belüftungsmechanismen scheinen effektiv zu funktionieren. Ich nehme keinerlei Beschlagen der Gläser wahr.

Genug der breiten Wege. Ich tauche ein in den Wald und nehme gleich den ersten verlockenden Singletrail, der steil links weggeht. Ich lasse es laufen. Der weiche, feuchte Waldboden ist mit Steinen und Wurzeln durchzogen. Jetzt bin ich aber wirklich überrascht! Normalerweise ziehe ich an solchen Übergangsstellen zwischen hell und dunkel rechtzeitig die Sonnenbrille ab, sodass ich trittsicher das anstehende Gelände bewältigen kann. Das entfällt hier komplett. Schnell lässt die Tönung der Reactive Peformance Gläser nach und passt sich den dunkleren Lichtverhältnissen des Waldes an. Geil! Ich sehe messerscharf jedes Detail am Boden und kann einfach weiterlaufen und im Flow bleiben. Ganz ehrlich, dass diese Helligkeitsadaption so gut funktioniert, hätte ich nicht erwartet!

Es ziehen einige weitere Tage ins Land, bis das Wetter und ich wieder Freunde sind – es fliegt endlich wieder im Schwarzwald!

Eben schnell den frühen Feierabend eingereicht, stehe ich auch schon am Parkplatz meines Hausbergs. Der Aufstieg zum Startplatz erfolgt, ganz im Zeichen der aktuellen Gesundheitslage, zu Fuß.

Oben angekommen geht mir das Herz auf. Ein ordentliches Lüftchen weht von vorne, die Sonne steht triumphierende an einem ungetrübt blauen Bilderbuch-Himmel, der sich prahlerisch mit formschönen weißen Cumuli schmückt. Ein Traum!

Prächtig zeigen sich heute nicht nur das Wetter, sondern auch die Steigwerte. Auf einem schönen lokalen Rundflug von über 3 Stunden kann ich die JulboStream“ ausführlich testen.

Fangen wir mal mit dem an, was wir als Flieger direkt vor der Nase haben – genau, unsere Instrumente. Neben dem klassischen Vario verwende ich dazu ergänzend ein Smartphone. Kurzum: Ich habe den Durchblick! 😉 Mit den Reactiv Performance Gläsern kann ich keinerlei Einschränkungen in Bezug auf die Display-Ablesbarkeit feststellen.

Der erste Bart des Tages ist genommen und ich begebe mich auf Gleitstrecke. Wohin soll es als nächstes gehen? Ich beobachte die sich stets aufbauenden und wieder zusammenfallenden Cumuli, welche sich von meiner Position aus in realistischer Reichweite befinden. Die Sonne steht hoch und brennt mir gnadenlos auf das Haupt. Dennoch kann ich ganz entspannt und ohne Anstrengung Struktur und Form der weißen Thermikanzeiger studieren. Die Reactive Performance Gläser dunkeln angenehm ab, schützen dabei effektiv meine Augen und ich kann gelassen den Himmel abscannen. Das Gestell der JulboStream“ ist dabei so geformt, dass die Augenpartie rundum abgedeckt ist; so werden meinem Empfinden nach auch die peripheren Bereiche effektiv abgeschirmt und damit vor schädlicher Einstrahlung geschützt.

Es ist später Nachmittag. Die Sonne zwinkert bereits aus Westen, leistet Überstunden und befeuert weiterhin unermüdlich die bodennahen Luftschichten. Es geht gut. Zu gut. Ein Moment der Unachtsamkeit, ein paar Kreise zu viel und ich klebe an einer mächtigen Basis. Nun aber schnell weg, bevor die Sicht verschwindet. Hier ist es merklich dunkler als ein paar hundert Meter tiefer. Wie bereits beim Trailrunning lobend festgestellt, glänzen die Reactive Performance Gläser auch in dieser Situation mit einer raschen Helligkeitsadaption. Fließend aber merklich nimmt die Tönung ab. Ich erkenne meine Instrumente glasklar und kann mich am weit entfernten Boden unter mir orientieren. Kurz die Ohren angelegt, ins Gas getreten und im Nu tauche ich wieder ein ins helle Sonnenlicht über dem weitläufigen Relief des Schwarzwalds.

Fazit

Gleitschirmfliegen ist kein billiges Hobby. Schirm, Gurtzeug, Fluginstrumente, Helm – da kommt schnell mal ein kleines Vermögen zusammen. Die Mehrheit unter uns sind „Normalverdiener“ – und als solcher schaut man eben, wo bzw. an welcher Stelle man ein paar Kröten einsparen kann.

Reflektiere ich mich und mein dahingehendes Einsparverhalten selbst, so muss ich mir eingestehen, dass ich in Vergangenheit doch etwas am falschen Ende gespart hatte: Beim Augenschutz. „Die Sonnenbrille für 30,00 € vom Discounter sieht doch auch ganz passabel aus und wird’s schon irgendwie richten“ – so oder so ähnlich ließen sich mein bis dato angestellten Überlegungen in Worte fassen. Nach Einlesen in die Materie „Augenschutz“ und einigen Gesprächen mit Bergsportlern aus meinem Bekanntenkreis, ließ ich mich schließlich eines Besseren belehren.

Gesagt, getan; eine neue Brille für’s Fliegen musste her. Aber bei welchem namhaften Hersteller am Markt umsehen?

Nun, einige sehr gute Gleitschirmpiloten, die ich entweder persönlich oder via Social Media kenne, setzten bereits seit Jahren auf die Sportbrillen des französischen Traditionsherstellers Julbo; und da ich für Tipps und hilfreiche Empfehlungen in puncto Equipment immer offen und dankbar bin, stand meine Wahl für Julbo alsbald fest.

Ganz ehrlich und ohne dabei zu doll auf die Werbe-Pauke trommeln zu wollen, kann ich besten Gewissens sagen: Für mich ist die JulboStream“ mit den Reactive Performance Gläsern ein echter Gamechanger bei der Ausübung meines Sports. Ich habe mit diesem Modell eine Brille, die ich sowohl beim Gleitschirmfliegen, als auch beim Hiken, Trailrunning und Biken einsetzten bzw. tragen kann; darüber hinaus sieht die Brille einfach mega cool aus und taugt mir daher auch als Sonnenbrille für den Alltag – Balkon, Strand, Biergarten, alles geht.

Zum Schluss möchte ich meine Eindrücke nochmal zusammengefasst darstellen:

  • Die Brille ist super hochwertig und robust verarbeitet. Die Haptik ist grandios, man nimmt sie einfach gerne aus dem Etui in die Hand und freut sich dann auf den Einsatz bzw. darauf, die Brille zu tragen.
  • Sie hat einen genialen Sitz und fügt sich wie in einem Guss auf das Gesicht und vor das Sichtfeld. Mit den angenehmen Materialien an Nasensteg und Bügeln fühlt sich die Brille nie in irgendeiner Art störend an.
  • Gestell samt Gläser sind in ihrer Form so beschaffen, dass sie den sensiblen Augenbereich wirklich großzügig abschirmen und so effektiv vor schädlicher Einstrahlung schützen.
  • Dank guter Belüftungsmechanismen gehören beschlagene Brillengläser bei der Aktivität fortan der Vergangenheit an.
  • Jeder von uns hat einen ganz eigenen Dickschädel 😉 – dank der 360° verstellbaren Bügel kann die Julbo Stream kinderleicht an deine individuelle Kopfform angepasst werden. Selbst bei stundenlangem Einsatz unter einem Helm drückt und zwickt da nichts.
  • Egal ob gleißendes Sonnenlicht beim Studieren von Wetter und Wolken oder bei der Betrachtung des schattigen Reliefs beim hangnahen kratzen; egal ob du auf lichtdurchfluteten Bergrücken dahintrabst oder über enge dunkle Waldtrails mit dem Biken gen Tal ballerst: Dank der Reactive Performance Gläser bist du stets im Bilde über deine Umgebung und kannst blitzschnell auf diese reagieren.

Ich hoffe, ich konnte euch, liebe Leserinnen und Leser, den Mehrwert einer guten, qualitativ hochwertigen Sonnenbrille vermitteln oder euch die Thematik zumindest ein Stück näherbringen.

Habt auch ihr bereits Erfahrungen mit Sportbrillen von Julbo oder anderen namhaften Herstellern gemacht? Dann lasst doch die Community hier auf liftuup daran teilhaben und schreibt ein paar Zeilen zu euren Erfahrungen gleich unten in die Kommentare. Wie immer freue ich mich darauf, von euch zu lesen!

Cheers!

Plauderecke #06 | heute: Michael Lacher

Mein Weg zu den Red Bull X-Alps 2021

 

Es gibt Dinge für mich als Gleitschirmpilot, die mich immer wieder auf’s Neue begeistern, die eine über die Jahre hinweg ungebrochene Faszination auf mich ausüben. Persönlich gehe ich 2021 in meine 10. Flugsaison nach Erhalt des A-Scheins. Trotz regelmäßigen Fliegens und einer für einen Freizeitpiloten wie mich akzeptablen jährlichen Airtime, veranstaltet mein Herz immer wieder Freudensprünge, wenn nach einem langen, nassgrauen Winter die ersten ordentlichen Thermiken des Jahres ihre Arbeit aufnehmen, unter meinen Flügel greifen, und mich in Begleitung einer fröhlich-jauchzenden Vario-Melodie gen Basis katapultieren. Diese unsichtbaren Kräfte der Natur sind für mich nach wie vor magisch, anziehend, süchtig machend.

Eine ähnliche Begeisterung und magnetische Anziehung entfaltet auf mich seit Beginn meines Pilotendaseins das Format der Red Bull X-Alps – wenn auch nur aus der Zuschauerperspektive. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst schon immer durch und durch Sportler war. Vor der Fliegerei verbrachte ich einen Großteil meiner Freizeit beim Trainieren verschiedener Kampfsportarten. Heuer fröne ich eher dem Ausdauersport im Freien. Egal welcher Sport betrieben wird: Jeder, der regelmäßig hart trainiert weiß, welche Willensstärke vonnöten ist, sich Tag ein Tag aus zu pushen, sich durch Hochs und Tiefs zu bewegen und stets neue Reize zu setzen, um in seinem Sport kontinuierlich voranzukommen und zu wachsen. Nun, Ausdauersport allein ist schon extrem zeitintensiv; Gleitschirmfliegen erst recht, wie wahrscheinlich jeder von uns Freifliegern weiß und aus eigener Erfahrung berichten kann. Einen Shortcut gibt es dabei nicht. Klar, die einen sind mit mehr, die anderen mit weniger Talent ausgestattet – ein hoher zeitlicher bzw. insgesamt persönlicher Invest wird aber in jedem Fall abverlangt. Ich selbst kann nur vage erahnen, wie (zeit)intensiv trainiert werden muss, um sowohl körperlich als auch fliegerisch das Niveau zu erreichen, um für einen Bewerb wie die X-Alps wirklich gerüstet zu sein.

Einer, der so ziemlich von Beginn seiner Fliegerkarriere an von einer Teilnahme bei den Red Bull X-Alps träumte und der sich nach bestandener A-Schein Prüfung im Jahr 2015 mit eisernem Willen auf den Weg machte, seinen Traum auch in die Tat umzusetzen, ist Michael Lacher. Michael nimmt zum ersten Mal an diesem hochkarätig besetzten Abenteuerrennen teil und wird in der 2021er Ausgabe für das Team Germany 3 antreten.

Vom A-Schein Neuling 2015 bis zur X-Alps Teilnahme 2021 – klingt ziemlich beeindruckend, oder? Für mich jedenfalls Grund genug, den „X-Alps-Rookie“ Michael in die liftuup Plauderecke einzuladen und ihm ein paar Löcher in den Bauch zu fragen. An dieser Stelle schon mal: Danke für deine Zeit und Geduld, lieber Michael!

Ich wünsche euch, liebe Leserinnen und Leser, ganz viel Spaß beim Lesen der folgenden Zeilen. Aber seid vorgewarnt: Motivationsschub garantiert!!

 

copyright: Frithjof Kjer

liftuup: Hallo Michi! Schön, dass du dir für mich und meine Leser Zeit nimmst. Stell dich doch mal kurz vor. Wo kommst du her, wer bist du und wie sieht dein Leben so aus?

Michael: Servus! Ich bin der Michael Lacher und komme aus Oberstdorf im Allgäu. Beruflich bin ich je nach Saison unterschiedlich tätig. Im Winter arbeite ich hauptberuflich in der Bergrettung und im Sommer arbeite ich als Tandempilot; dazu helfe ich noch in der Firma meines Vaters mit. Ich bin selbst Familienvater und habe einen 9 Monate alten Sohn. Ja, so schaut mein Leben aus (lacht).

copyright: Michael Lacher

copyright: Michael Lacher

liftuup: Der Athletenseite der offiziellen Red Bull X-Alps Homepage konnte ich entnehmen, dass du schon recht früh in deinem Leben mit dem Flugvirus infiziert wurdest. Beschreibe uns bitte deine bisherige fliegerische Laufbahn.

Michael: Ja du, mit dem Flugvirus bin ich wirklich schon recht früh infiziert worden. Mein Vater war damals schon Drachenflieger – das hat mich recht früh in meinem Leben zur Modellfliegerei gebracht. Mit 14 – 15 Jahren fing ich mit dem Segelfliegen an, was ich dann in der Folgezeit auch wirklich aktiv betrieben habe. Aber da ich schon immer ziemlich sportlich war, störte es mich irgendwann, immer nur auf dem Flugplatz herumzuhängen und sich dabei körperlich nicht zu betätigen. Dazu kam, dass ich zu der Zeit recht viel mit meinen Kumpels Bergtouren gegangen bin. Meine Kumpels sind dann oft mit ihren Schirmen vom Gipfel gestartet und runtergeflogen, wohingegen ich alleine herunterlaufen musste. Da dauerte es natürlich nicht lange, bis mir klar wurde, dass das Gleitschirmfliegen auch etwas für mich sein könnte. Außerdem hatte meine Freundin zu der Zeit bereits seit etwa 4 Jahren den Schein in der Tasche. Ja, und so kam ich dann logischerweise auch zum Gleitschirmfliegen und begann letztendlich 2015 mit meiner Pilotenausbildung.

 

liftuup: Deine Gleitschirmlizenz hast du also 2015 erworben. Um sich die nötigen Skills für die Teilnahme an einem so anspruchsvollen Bewerb wie den X-Alps zu erarbeiten, ist es als Pilot normalerweise ein recht langer und steiniger Weg – bei dir dauerte dieser gerade einmal 5-6 Jahre. Wie erklärst du dir deine so steile Progression? Wie bist du an den Gleitschirmsport herangegangen?

Michael: Naja, ich habe mit dem Fliegen angefangen –  und wer mich ein wenig kennt, weiß, dass wenn ich etwas anfange, dann mache ich das auch richtig und ziehe es voll durch; und zwar nicht nur 100 Prozent, sondern ich peile da eher die 300 Prozent an (lacht). Sprich, nachdem ich meinen Schein hatte, richtete ich eigentlich mein komplettes Leben mehr oder weniger auf’s Fliegen aus. Gerade das Hike & Fly hat mir von Anfang an komplett getaugt und so betrieb ich das Ganze dann auch immer exzessiver. Wenn es das Wetter zuließ, bin ich eigentlich jeden Tag mit dem Schirm auf die Berge marschiert. Auch ins Streckenfliegen bin ich ziemlich bald eingestiegen. Bei meinen ersten Streckenflügen wurde mir aber klar, dass ich in anspruchsvollen Bedingungen mit meinem damaligen Schirmhandling schnell an mein Limit stieß. Das brachte mich zur Acro-Fliegerei. Ich dachte einfach, dass mich das Acro-Fliegen hinsichtlich Schirmbeherrschung ein gutes Stück voranbringen könnte. Also entschied ich mich, verstärkt die Acro-Basics wie Fullstall etc. zu trainieren. Und wie sollte es auch anders sein, so hat mich schnell auch das Acro-Fliegen total gepackt. An Tagen, an denen es nicht gut zum Streckenfliegen ging, bin ich eigentlich nur noch Acro geflogen. Innerhalb von zwei bis drei Jahren habe ich auf diese Weise so gut wie alle Manöver erlernen können. Bis auf den Super-Stall oder die ganz krass komplizierten Sachen gibt es eigentlich kaum irgendwelche Figuren und Manöver, die ich nicht fliege. Heli, Stall und so weiter fliege ich mittlerweile auch mit Hochleistern und habe keine Angst davor. Insgesamt hat mir das Acro-Training einen extremen Zugewinn an Schirmbeherrschung gebracht. Das hilft mir jetzt immens beim Streckenfliegen, da man dabei ja immer wieder in Situationen geraten kann, in denen der Schirm extrem reagiert und man wissen muss, wie man zu reagieren hat. Allgemein denke ich, dass kein Weg am regelmäßigen Acro-Training vorbeiführt, wenn man im Gleitschirmsport zügig vorankommen bzw. richtig gut werden will. Das Manövertraining und deren Beherrschung sehe ich als mein Fundament an; und auf dieses Fundament baut sich dann in der Folge die ganze XC Erfahrung auf, die man nach und nach beim regelmäßigen Streckenfliegen sammelt.

copyright: Petar Loncar

liftuup: Dein Vater ist Bergführer. Da liegt es nahe, dass du dich schon seit dem Kindesalter viel in den Bergen herumgetrieben hast. Welche Bedeutung haben Berge für dich? Wie prägen sie dein Leben?

Michael: Ich bin im Oberallgäu und damit praktisch mit den Bergen vor der Haustüre aufgewachsen. Mein Vater als Bergführer hat mich schon früh mit in die Berge genommen. Die Berge sind sogar Teil meines beruflichen Umfelds – ich arbeite seit über 10 Jahren in der Bergwacht, im Winter sogar hauptberuflich. Das heißt allein vom beruflichen Background her treibe ich mich im Prinzip täglich in den Bergen herum. Aber der Beruf ist nur die eine Seite. Auch privat zieht es mich eigentlich immer in die Höhe. Klar gehe ich im Winter auch gerne mal Langlaufen. Aber sobald das Wetter einigermaßen passt, zieht es mich raus und rauf. Und für diese Art der Freizeitgestaltung wohne ich glücklicherweise perfekt. Ich kann so gut wie alles direkt vor der Haustüre machen und brauche dafür kein Auto bzw. habe keine langen Anfahrtswege. Ob es einfach die sportliche Bergtour mit den Kumpels ist, das Hike & Fly oder im Winter Skitourengehen – ich mag eigentlich alle Arten von Sport und Bewegung in den Bergen und in der Natur. Zeit in den Bergen zu verbringen ist für mich einfach ein großer und wichtiger Bestandteil meines Lebens.

copyright: Michael Lacher

liftuup: Wann hast du die Entscheidung getroffen, dich als Teilnehmer für die X-Alps zu bewerben? Wie kam es dazu und was genau war bzw. ist deine Motivation?

Michael: Gleich zu Beginn, als ich mit dem Gleitschirmfliegen angefangen habe, wurde ich auf die X-Alps aufmerksam – das Rennen hat mich sofort fasziniert und in seinen Bann gezogen.

Ich habe dann für den Einstieg in solche Rennen erst einmal an der Bordairrace-Serie teilgenommen; das lief ganz gut, machte mir mega viel Spaß und es zeigte mir ganz schnell, dass die Red Bull X-Alps einfach DAS große Ziel sind, auf das ich hinarbeiten will.

Die Bewerbung für die X-Alps 2021 war meine erste Bewerbung auf das Rennen überhaupt und ich war natürlich unglaublich Happy, dass es gleich geklappt hat und ich als Teilnehmer ausgewählt wurde.

Ja, was ist meine Motivation? Naja, es taugt mir einfach sehr, an meine eigenen körperlichen Grenzen zu gehen und dann diesen körperlichen, athletischen Aspekt noch mit dem Fliegen kombinieren zu können – das reizt mich enorm. Im Vorfeld der letzten Ausgabe der X-Alps durfte ich das Training von Manuel Nübel bei seiner Vorbereitung ein wenig begleiten und im Rennen selbst auch in einige Abschnitten den Manu als Supporter unterstützen. Das war genial und gab mir quasi den letzten Ruck, mich selbst als Teilnehmer und Athlet für das Rennen zu bewerben.

 

liftuup: Wo warst du, als du erfahren hast, dass du als Athlet für die Red Bull X-Alps 2021 nominiert wurdest? Kannst du diesen Moment beschreiben?

Michael: (Lacht) Das war eigentlich eher unspektakulär. Ich saß am Computer und arbeitete, als plötzlich auf dem Bildschirm eine E-Mail des X-Alps Orga-Teams aufpoppte. Ich habe zu dem Zeitpunkt mit einer Benachrichtigung der Rennleitung noch gar nicht gerechnet, die hätte nämlich erst so ca. zwei Wochen später kommen sollen. Mein erster Gedanke war daher, dass die E-Mail wahrscheinlich ein paar allgemeine Infos enthalten wird, also wie es weitergeht und so. Naja und dann: Bäm! Wow! Da stand tatsächlich, dass ich als Teilnehmer genommen wurde. Natürlich war die Freude riesig, aber gleichzeitig war da auch ein gewisses Bewusstwerden: ab jetzt wird es ernst! Keine Träumerei mehr. Jeder weiß nun um meine Teilnahme! Es gibt kein zurück! Für mich ein extra Kick Motivation!

 

liftuup: Welche Vorerfahrung in Sachen Alpinsport und Fliegen, Hike & Fly –  Races und Wettkampf bringst du mit?

Michael: Ich war früher viel Alpinklettern und habe auch recht viel klassisches Bergsteigen in den West- und Ostalpen betrieben – da waren natürlich auch einige 4000er dabei. Im Winter gehe ich oft Eisklettern und Skibergsteigen und mache da durchaus auch technisch anspruchsvollere Sachen. Ich behaupte mal, dass ich mich in den Bergen, v. a. auch in weglosem Gelände, sehr gut bewegen und orientieren kann. Darin sehe in Bezug auf das Rennen einen großen Pluspunkt für mich selbst.

In Bezug auf Hike & Fly – Races habe ich wie schon erwähnt an diversen Bordairraces und 2017 auch am Dolomiti Superfly teilgenommen. Das Dolomiti Superfly lief damals eigentlich auch ganz gut, bis ich einen gröberen Fehler gemacht habe, der mich leider weit zurückwarf; die gesammelte Erfahrung war aber trotzdem super.

Klassisches Wettbewerbsfliegen, also mit 2-Leinern in der Gegend herumheizen, mag und mache ich auch. Das Wettkampffliegen begann mit der DHV Junior-Challenge, dann flog ich zwei Jahre lang in der Liga und danach folgten einige FAI Kategorie 2 Wettbewerbe.

copyright: Adi Geisegger

liftuup: Wie siehst du das Teilnehmerfeld? Wo siehst du dich als X-Alps „Rookie“ darunter?

Michael: Das Teilnehmerfeld ist in der diesjährigen Ausgabe des Rennes extrem stark. Da besteht meiner Meinung nach eine unglaublich hohe Leistungsdichte. Die TOP 15 Athleten sind alle ganz nah beieinander. Wenn du bei diesem Teilnehmerfeld einen kleinen Fehler machst, dann wirst du knallhart nach hinten durchgereicht. Und mit der 48 Stunden Regel kann es dazu noch ganz schnell sch**** laufen, wenn man nicht aufpasst.

Ich bin zwar Rookie unter den Teilnehmern, aber ich bin schon jetzt gut in Form und ich werde so gut als möglich vorbereitet an den Start gehen. Im Hinblick auf die fliegerischen Skills schätze ich mich selbst als recht guten Piloten ein und bewege mich diesbezüglich auf einem guten Level. Ich bringe XC- und Wettkampferfahrung mit und in Bezug auf die körperliche Leistungsfähigkeit sehe ich mich sogar eher im vorderen Bereich des Athletenfelds. Zudem habe ich ein spitzen Support-Team und so denke ich, dass ich insgesamt gut aufgestellt bin.

 

liftuup: Damit hast du uns gerade aufgezeigt, wo du deine eigenen Stärken siehst. Verrätst du uns auch deine Schwächen, an denen du in deiner Vorbereitung bewusst und gezielt arbeiten willst?

Michael: Ich weiß nicht, ob es wirklich eine Schwäche ist; aber ich versuche in der Vorbereitung auf das Event viel an meiner mentalen Stärke zu arbeiten. Ich glaube, dass der Kopf sehr bald im Rennen einen großen Einfluss auf die eigene Leistungsfähigkeit hat – und damit natürlich auch maßgeblich auf den persönlichen Rennverlauf. Wenn man körperlich an seine Grenzen stößt und sich dann, gerade in solchen Momenten, Probleme auftun oder sich bereits getroffenen Entscheidungen als fehlerhaft herausstellen – dann ist es unglaublich wichtig, mental stark zu sein, sich fokussieren zu können und damit effektiv den aufkeimenden Frust auszublenden bzw. fernzuhalten.

 

liftuup: Manuel Nübel hat ja bereits mehrfach (3mal) an den X-Alps teilgenommen – in der letzten Ausgabe dazu noch sehr erfolgreich. Manu wohnt ja quasi bei dir ums Eck. Trainiert ihr zusammen und besprecht gemeinsam eure Strategien oder macht da jeder eher sein eigenes Ding?

Michael: Ja, richtig, Manuel ist ein sehr guter Freund von mir. Ich durfte mit Manu schon 2017 und 2019 bei den Vorbereitungen seiner X-Alps Teilnahmen trainieren. 2019 konnte ich ihn teilweise als Supporter unterstützen. Wir arbeiten eigentlich recht viel zusammen. Manu als alter X-Alps Hase (lacht) hält mit seinem Wissen auch nicht hinterm Berg, sondern teilt sein Erfahrungsschatz mit mir und gibt gerne alles weiter, was er weiß. Das schätze ich sehr an ihm.

 

liftuup: Kommen wir mal konkret auf die Vorbereitung und das Training zu sprechen. Hast du einen Coach oder bereitest du dich alleine auf das Rennen vor?

Michael: Für die fliegerischen Belange habe ich keinen Trainer. Ich habe aber einen Trainer, der mich in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Fitness unterstützt. Mit ihm mache ich die Leistungsdiagnostik; darauf basierend erstellt er Trainingspläne für mich und führt auch persönlich einige Trainingseinheiten mit mir durch.

 

liftuup: Ich folge dir auf Strava. Das gibt mir eine annähernde Vorstellung davon, wie hart du an deiner körperlichen Fitness und Konstitution arbeitest. Außerdem wirkt das ganze Training bei dir sehr strukturiert. Nimm uns doch mal mit auf eine exemplarische Trainingswoche.

Michael: Exemplarisch eine Trainingswoche aufzuzeigen ist etwas schwierig. Ich versuche das mal so darzustellen: Ich absolviere immer 2-Wochen-Pläne. Die Wochen haben dabei immer einen ganz speziellen Fokus. Innerhalb dieser Wochen-Blöcke trainiere ich dann ganz spezifisch; manchmal liegt da der Schwerpunkt eher auf reiner Ausdauer, gefolgt von Kraft bzw. Kraftausdauer, usw.

70-80 % des Trainingumfangs liegt im Grundlagenbereich. Da liegt der Fokus bei mir ganz klar auf den Höhenmetern. Gerade jetzt im Winter sehe ich das Abspulen vieler Höhenmetern als sehr wichtig an. Im Winter gehe ich dafür sehr viel mit den Tourenski. Dazu kommt Langlaufen, wobei ich in der Regel ca. 1-2 Stunden Einheiten absolviere und eher im niedrigen Bereich laufe.

Bei einer Trainingseinheit in der Woche wird richtig geballert, also im Schwellenbereich trainiert. Krafttraining absolviere ich immer ergänzend.

Ab dem einsetzenden Frühling kommt dann viel Hike and Fly dazu. Einheiten im Flachen mache ich auch, wobei ich nicht viel joggen werde. Das Hauptaugenmerk lege ich eher auf schnelles Gehen mit Gepäck; und zwar in dem Tempo, das man während des Rennes auch anschlägt. So gewöhne ich meine Sehnen, Bänder und Gelenke an die anstehende Belastung. Solche Einheiten versuche ich dann auf die Schlechtwettertage zu legen.

 

liftuup: Hast du innerhalb dieser 2-Wochen-Blöcke feste Trainingseinheiten, die du dann entsprechend dem Wetter (Sonne/ Regen/ Schnee/ Flugwetter/ etc.) flexibel auf die Wochentage verteilen kannst?

Michael: Ja, im Prinzip habe ich feste Trainingstage, die ich aber immer mal wieder etwas adaptiere. Das gefällt dann meinem Trainer nicht ganz so gut, weil seine Trainingspläne ja hinsichtlich Aufbau und Abfolge einen Sinn haben (lacht). Natürlich versuche ich, die Reihenfolge weitestgehend einzuhalten. Aber wenn es mal den ganzen Tag in Strömen regnet, habe ich ehrlich gesagt keine Lust, eine vier Stunden Skitour zu gehen. Dann schiebe ich eben mal. Im Worst-Case-Fall mache ich Rollentraining mit dem Rennrad. Das sehe ich aber wirklich als Notlösung an. Mir macht es einfach keinen Spaß, drinnen Ausdauer zu trainieren.

Neben dem ganzen Training habe ich zur Erholung einen Ruhetag pro Woche, manchmal auch zwei.

 

liftuup: Neben dem vielen Ausdauertraining hast du vorhin auch von Krafttraining gesprochen? Wie sieht das aus?

Michael: Ich versuche spezifisch meine Kraft zu trainieren, um gezielt meine Gelenke durch eine gut ausgebildete Muskulatur zu stützen und dadurch das Risiko von Überlastungen bzw. allgemein von Verletzungen zu minimieren. Beispielsweise mache ich Kniebeuge mit Gewicht und trainiere mit Kettlebells.

 

liftuup: Zusammengefasst: Wie viele Trainingsstunden haben deine Wochen so im Schnitt?

Michael: Das sind so 10 bis 15 Stunden pro Woche. Aber wie bereits erwähnt, ich lege mehr Wert darauf, dass ich viele Höhenmeter zurücklege. In der Regel komme ich da auf 25.000 – 30.000 Höhenmeter pro Monat.

 

liftuup: Wie regenerierst du dich am besten? Couch, Netflix, Füße hoch?

Michael: (Lacht) Couch und Netflix – hört sich wirklich gut an, ist bei mir aber selten der Fall. Ich habe einen 9 Monate alten Sohn. An meinen Ruhetagen bin ich mit unserem Nachwuchs beschäftig. Meine Partnerin hält mir für mein Training ganz stark den Rücken frei; daher bin ich natürlich bemüht, an meinen trainingsfreien Tagen ihr bestmöglich unter die Arme zu greifen. Außerdem genieße ich es ja, Zeit mit unserem Kleinen zu verbringen. Habe ich an freien Tagen trotzdem etwas Luft, gehe ich gerne ein bisschen Acro fliegen oder mache eine ganz gemütliche Wanderung oder Radtour mit Freunden.

copyright: Petar Loncar

copyright: Petar Loncar

liftuup: Achtest du auch explizit auf deine Ernährung? Trainierst du dabei bereits in der Vorbereitung die Kalorienzufuhr unter Belastung, so wie es im Race-Modus ja dann auch letztendlich ablaufen wird?

Michael: In Bezug auf das Rennen versuche ich, genügend Kalorien zuzuführen, um meinen Kalorienbedarf auch unter starken Belastungen weitestgehend decken zu können. Da bin ich noch am Ausprobieren, welche Lebensmittel ich auch in großen Mengen gut vertrage. Das ist nicht unwichtig zu wissen, denn ich muss ja im Rennen so etwa zwischen 5000 und 8000 kcal pro Tag zuführen. Grundlegend ernähre ich mich vegetarisch und ich versuche dabei, meinen Speiseplan sehr ausgewogen zu gestalten.

 

liftuup: Das Frühjahr ist nicht mehr weit. Bald stehen wieder vermehrt gute Flugbedingungen an. Schraubst du dann dein körperliches Training ein wenig herunter und konzentrierst dich mehr auf deine fliegerischen Fähigkeiten?

Michael: Ja, momentan ist bei uns im Allgäu noch tiefster Winter und es ist richtig kalt. Zur jetzigen Zeit fokussiere ich mich voll auf das körperliche Training. Da die Bahnen wegen Corona derzeit nicht fahren, kann ich leider auch kein Acro trainieren. Sobald es dann aber wieder ordentlich zum Fliegen geht, will ich möglichst viel wegfahren und mir verschiedene Gegenden anschauen und aus der Luft erkunden. In dieser Zeit werde ich das körperliche Training etwas zurückfahren und mehr Zeit in der Luft verbringen. Ziel ist es, bis zum Rennstart schon ca. 100 Std Airtime auf der Uhr zu haben.

 

liftuup: Ok, es steht also ein guter Flugtag an. Gehst du einfach fliegen und ballerst Kilometer oder hat dein Fliegen auch eine Art Struktur.

Michael: Struktur hat mein Flugtraining nicht. Ich versuche einfach viel Zeit in der Luft zu verbringen, Techniktraining einzubauen, verschiedene Lande bzw. Anflugtechniken zu üben und dabei bewusst auch kleine Plätze zum Einlanden anzusteuern. Ich gehe auch bewusst in schwierigen und anspruchsvollen Bedingungen fliegen – also auch dann, wenn der Wind stärker auflebt und es recht turbulent ist.

copyright: Michael Lacher

liftuup: Du hast es gerade angesprochen: Bei den X-Alps wird ja oft auch noch in Bedingungen geflogen, an denen Freizeitpiloten so wirklich gar nichts mehr in der Luft verloren haben. Wie gehst du damit um und wie bereitest du dich darauf vor?

Michael: Wie bereits erwähnt versuche ich, einfach bestmöglich auf solche Bedingungen vorbereitet zu sein. Das heißt ich fliege im Alltag auch dann, wenn es sich eher unangenehm anfühlt und schwierige, suboptimale Bedingungen herrschen. Ich denke das bringt mir sehr viel für das eigentliche Rennen. Ganz wichtig ist mir dabei, keine unnötig hohen Risiken einzugehen. Klar, die Grenzen verschwimmen bei so einem Wettbewerb ganz automatisch ein wenig – das bringt ja ein solches Format mit diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld von Natur aus mit sich. Aber ich will definitiv nichts im Übermaß herausfordern oder ausreizen. Im Grunde will ich mein bisheriges Risikomanagement beim Fliegen wie bisher beibehalten. Damit habe in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht.

copyright: Michael Lacher

liftuup: Welche Bedeutung kommt deiner Meinung nach der mentalen Stärke eines Athleten zu. Arbeitest du diesbezüglich auch an dir?

Michael: Mentale Stärke ist meiner Meinung nach ein wirklich wichtiger und nicht zu unterschätzender Punkt. Hier kann man echt noch einiges aus sich herausholen. Ich selbst arbeite viel an mir selbst, an meiner mentalen Stärke. Ich muss schon zugeben, dass ich ab und an mal ein wenig nervös werden kann, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich mir das vorgestellt habe – vielleicht ist das eine kleine Schwäche von mir. Aber genau da setzt die Arbeit gemeinsam mit meinem Team an. Wir spielen alle möglichen Szenarien durch, die sich so ereignen könnten und versuchen sie zu visualisieren – auf diese Weise können wir bereit im Voraus diverse Strategien für den Umgang damit erarbeiten. So können wir im eigentlich Rennen dann teamintern schnell reagieren, gemeinsam Lösungen finden und vernünftige Entscheidungen treffen.

 

liftuup: Die finale X-Alps Route der 2021er Ausgabe wurde noch nicht bekannt gegeben. Wirst du nach Bekanntmachung gewissen Streckenabschnitte auch vor Ort scouten oder sogar abfliegen?

Michael: Wenn die Strecke bekanntgegeben wurde, werde ich sicherlich Abschnitte, auf denen ich mich nicht allzu gut auskenne, anschauen und im besten Fall auch mal abfliegen – falls bis dahin das Reisen wieder normal möglich sein wird. Das ist mir wichtig. Klar, im Bewerb zeigt sich das Ganze mit den dann vorherrschenden Bedingungen meistens nochmal von einer anderen Seite. Aber ich finde es schon ziemlich hilfreich, wenn man zumindest mal in der Gegend war das Gebiet ein wenig kennt.

 

liftuup: Wie bereits in den letzten Jahren, so hat auch die diesjährige Ausgabe des Abenteuer-Rennens einen Prolog; quasi ein kleines Rennen vor dem großen Rennen. Den besten drei Athleten winkt ein zusätzlicher „Night-Pass“ wohingegen Athleten, die den Prolog nicht finishen, mit einer Zeitstrafe belegt werden. Wie stehst du zu dem Prolog? Was wird deine Taktik dafür sein?

Michael: Ich denke der Prolog ist eine ganz nette Show. Mir persönlich ist es allerdings wichtig, dass ich mich beim Prolog körperlich nicht komplett zerstöre. Klar, es geht um einen zusätzlichen „Night-Pass“; aber wenn du dich körperlich zerlegst, nur um dafür eine zusätzliche Nacht laufen zu können, in der du dich quasi noch mehr kaputt machst, dann kann das auch echt nach hinten los gehen. Das muss man sich schon genau überlegen, denn Schlaf ist einfach super wichtig – gerade während solch hoher körperlicher und mentaler Belastungen. Zu Beginn des Rennens kann man sich einfach zu viel kaputt machen; beispielsweise, wenn man deutlich überpaced. Ich werde also den Prolog mit Bedacht angehen. Fühle ich mich dann gut und so richtig im Rennen angekommen, werde ich natürlich auch in gesundem Maße pushen, das ist klar.

 

liftuup: Steht dein Support Team schon fest? Wer hat welche Aufgaben im Team?

Michael: Ja, mein Team steht schon fest. Es besteht aus langjährigen Freunden, die selbst auch fliegen. Ich kann mich in meinem Team wirklich blind auf jeden verlassen. Die einzelnen Aufgaben sind grob durchstrukturiert, wobei sich dahingehend sicherlich noch einiges verschieben und konkretisieren wird. So fährt beispielsweise ein Team-Member das Versorgungsfahrzeug und kümmert sich um die Verpflegung. Einer aus dem Team unterstütz mich beim Treffen taktischer Entscheidungen und einer begleitet mich beim Hiken bzw. den langen Fußmärschen – wobei gerade bei den Laufparts auch mal durchgewechselt wird. Mit meinem Team bin ich jedenfalls bereits jetzt sehr zufrieden.

 

liftuup: Hast du Sponsoren, die dich bei deiner X-Alps Teilnahme unterstützen?

Michael: Ja, Sponsoren habe ich und ich bin mega glücklich und dankbar, dass ich durch sie unterstützt werde. Ohne die Sponsoren wäre ein solches Projekt alleine schon finanziell gar nicht möglich. Im Einzelnen sind meine Sponsoren:

  • Hymer stellt mir ein Wohnmobil als Versorgungsfahrzeug für das Rennen zur Verfügung
  • La Sportiva ist mein Partner in Sachen Bekleidung und Schuhwerk
  • Von ADVANCE beziehe ich meine Flugausrüstung
  • Julbo versorgt mich mit Sonnenbrillen
  • Basisrausch supportet mich mit Flieger-Handschuhen
  • Die passenden Socken für lange Märsche erhalte ich von Wrightsock
  • Auch die Firma Möbel Böck und Oberstdorf Tourismus unterstützen mich tatkräftig bei meinem Projekt

Ich hätte sogar noch einen Sponsoren-Platz frei. Also, liebe Interessenten da draußen, ihr dürft euch gerne bei mir melden (lacht).

 

liftuup: Michael – Hand auf’s Herz: Was ist dein Ziel für deine Teilnahme bei den Red Bull X-Alps 2021? Einfach Spaß haben, Erfahrung sammeln und das persönlich Beste geben? Oder schielst du doch ein wenig in Richtung Floß?

Michael: (Lacht). Naja, das wichtigste Ziel ist erst einmal, gesund zu bleiben und sich nicht vorzeitig körperlich oder mental abzuschießen. Klar, es ist ein Rennen: Auch für mich ist es wichtig, gut zu performen und eine gute Zeit hinzulegen – ich bin Sportler und Wettkämpfer, dementsprechend ambitioniert bin ich auch. Aber vor allem geht es für mich darum, eine geiles Abenteuer zu erleben und viele einzigartige Erlebnisse mitzunehmen; die Endplatzierung ist da eher zweitranging und diesbezüglich habe ich auch keine konkreten Vorstellungen. Ich will einfach gut durchkommen und wenn wirklich alles gut laufen sollte, liebäugle ich natürlich auch damit, ins Ziel zu kommen und auf dem Floß zu landen. Ich freue mich einfach wahnsinnig auf das Rennen!

 

liftuup: Meine Leser und ich bedanken uns ganz herzlich bei dir für dieses Interview. Einfach spitze, dass du uns so tiefe Einblicke in deine persönliche X-Alps Vorbereitung gewährt hast. Wir wünschen dir für das Rennen stets das entscheidende Quäntchen Aufwind unter dem Flügel und natürlich immer ein gutes Händchen für all die schwierigen Entscheidungen, die du auf deinem langen Weg nach Monaco treffen wirst. Bleib‘ gesund! Wir fiebern mit dir!

 

copyright: Adi Geisegger

An einem Sponsoring von Michael interessiert? Dann kannst du Michael direkt hier kontaktieren! Alternativ kannst du mit mir Kontakt aufnehmen – ich leite entsprechende Anfragen direkt an Michael weiter.

 

!! ACHTUNG Bildrechte !!

Alle im Text verwendeten Bilder unterliegen den alleinigen Bildrechten der in den jeweiligen Bildunterschriften genannten Urheber. Weitere Infos unter: